Sinochem habe Kontakt zu Temasek aufgenommen, berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch. Das dürfte im Interesse von Potash sein. Der Kali-Konzern sucht händeringend nach einem sogenannten "Weißen Ritter", einem Bieter, der die ungeliebte BHP aussticht. Das Potash-Management ist der Ansicht, dass die Australier zu wenig Geld auf den Tisch legen und betrachten das als Affront.
Kali ist ein begehrter Rohstoff und wird zur Düngemittelproduktion benötigt. Da immer mehr Menschen auf der Welt leben, müssen auch die Landwirte immer mehr Nahrung produzieren. Dünger gilt als Schlüssel, um das Problem zu lösen, und entsprechend als Wachstumsmarkt. Potash sitzt auf den weltgrößten Kali-Vorkommen. Einer der schärfsten Konkurrenten kommt aus dem hessischen Kassel: K+S
Es ist allerdings unklar, ob Sinochem und Temasek tatsächlich zueinander finden. Börsianer rechnen grundsätzlich mit einem Gegenangebot, für das die Potash-Führung seit Wochen trommelt. Die Aktie liegt momentan bei knapp unter 150 Dollar - BHP bietet derzeit aber lediglich 130 Dollar. Mit der Potash-Übernahme will BHP sein Geschäft verbreitern, das vor allem auf Metallen und Kohle fußt.






























