Darmstadt (ddp-hes). Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Darmstadt haben einen neuartigen bionischen Roboterarm mitentwickelt. Das Gerät mit Namen «BioRob» sei am menschlichen Arm orientiert und habe bei der diesjährigen internationalen Robotik-Tagung EURON im belgischen Leuven den renommierten Technologie-Transfer-Award gewonnen, teilte die TU am Dienstag mit. «BioRob» sei das Ergebnis eines «radikalen Paradigmenwechsels in der Robotik», sagte der mit der Entwicklung des Roboters befasste TU-Professor Oskar von Stryk.
Nach Auskunft der Darmstädter Hochschule ist der neuartige Roboterarm dem Muskel-Sehnen-Apparat eines menschlichen Arms nachempfunden. Anders als herkömmliche starre Industrieroboter sei «BioRob» elastisch, wodurch sich seine Glieder auch ohne zusätzliche Verstärkung weniger schnell unter der Traglast verbögen, hieß es. So könne der Roboter im direkten Umfeld von Arbeitern ohne Abschirmung eingesetzt werden.
«Damit eröffnen sich für die Industrie ganz neue Möglichkeiten, und auch für mittelständische Unternehmen wird ein solcher bionischer Roboter interessant», sagte von Stryk. Derzeit werde «BioRob» bei der Handhabung kleiner Aluminiumobjekte oder beim Setzen von Pflanzenstecklingen getestet. Das «BioRob»-Projekt wurde laut TU Darmstadt vom Bundesforschungsministerium gefördert. Partner bei der Entwicklung waren die TETRA Gesellschaft für Sensorik, Robotik und Automation und das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik.
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