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KfW / Migranten beleben Gründungsgeschehen

vor 9 Minuten veröffentlicht

Migranten beleben Gründungsgeschehen (FOTO)

Frankfurt (ots) -

- Knapp 60 % starten aufgrund von Geschäftsidee

- Migranten gründen häufiger mit Mitarbeitern

- Finanzierungsschwierigkeiten sind gesunken

- Jeder vierte gründet im Handel: Kenntnisse über Heimatmärkte

führen häufiger zu Geschäftsideen

21 % der rund 868.000 Gründer, die im Jahr 2013 eine

Selbstständigkeit begannen, sind Migranten, haben also ausschließlich

eine ausländische Staatsangehörigkeit oder die deutsche

Staatsbürgerschaft erworben. Migranten tragen somit, wie in früheren

Jahren auch, etwas mehr zum Gründergeschehen bei als es ihrem Anteil

an der Bevölkerung entspricht (18 %). Sie gründen dabei häufiger mit

Mitarbeitern: Im Durchschnitt der Jahre 2008-2013 beschäftigten 42 %

von Anfang an Mitarbeiter, während dies nur für 29 % aller Gründer

gilt. "Die Gründungsprojekte von Migranten sind für das

Gründungsgeschehen in Deutschland von wesentlicher Bedeutung. Die

Mehrheit der Migranten gründet aufgrund einer konkreten Geschäftsidee

und bringt damit auch häufiger eine Marktneuheit mit an den Start",

sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW über die Ergebnisse einer

Studie mit Daten des KfW-Gründungsmonitors. "Gut jeder vierte der

gründenden Migranten startete im Handel. Es ist anzunehmen, dass

viele über gute Kenntnisse ihrer Heimatmärkte verfügen und bei

günstigen Geschäftsgelegenheiten deshalb im Handel aktiv werden."

Personen mit früherer (bei Einbürgerung) oder aktueller türkischer

Staatsangehörigkeit sind bei Migranten am stärksten unter den

Gründern vertreten (Ø 2008-2013: 21 %). Auch auf Gründer mit früherer

oder aktueller russischer (10 %), polnischer (7 %) oder italienischer

(5 %) Staatsangehörigkeit entfallen relativ hohe Anteile; dabei

entsprechen die Relationen ungefähr auch ihren Bevölkerungsanteilen.

Der Anteil Migranten, der bei der Gründungsfinanzierung auf

Schwierigkeiten stößt, ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr

überdurchschnittlich stark zurückgegangen - von 34 % auf 25 %.

Gleichwohl haben Migranten häufiger mit Finanzierungsproblemen zu

kämpfen als der Durchschnitt aller Gründer (2013: 17 %).

Die Abbruchquote von Gründungsprojekten ist allgemein relativ

hoch: nach 12 Monaten bestehen bereits 15 % der Unternehmen nicht

mehr, nach 36 Monaten steigt die Abbruchquote auf 30 %. Bei Migranten

ist die Abbruchquote noch etwas höher (21 % nach 12 Monaten, 39 %

nach 36 Monaten). "Für das Abbruchrisiko ist nicht die

Staatsangehörigkeit der entscheidende Faktor; vielmehr starten viele

Migranten besonders jung, aus der Arbeitslosigkeit, mit

Handelsunternehmen - alles Merkmale, die mit einer geringeren

Bestandsfestigkeit von Gründungsprojekten einhergehen. Migranten

beenden ihre Selbstständigkeit auch eher wieder, wenn sich attraktive

Jobmöglichkeiten bieten", sagt Dr. Zeuner.

Hinweis: Die Ergebnisse sind eine Sonderauswertung des

KfW-Gründungsmonitors 2013, einer repräsentativen Erhebung zum

Gründergeschehen in Deutschland.

Weitere Ergebnisse zur Gründungsaktivität durch Migranten finden

Sie in der aktuellen Studie unter www.kfw.de/fokus, Pressematerial

(u.a. Grafiken, Fotos) zum Thema ist abrufbar unter

www.kfw.de/gruendungen-durch-migranten.

OTS: KfW

newsroom: http://www.presseportal.de/pm/41193

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_41193.rss2

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Kommunikation (KOM) Dr. Charis Pöthig

Tel. +49 (0)69 7431 4683, Fax: +49 (0)69 7431 3266,

E-Mail: Charis.Poethig@kfw.de, Internet: www.kfw.de

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist

abrufbar unter http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs -