Politik
Neonazi-Aufmarsch - Bürger protestieren gegen NPD-«Trauermarsch» in Wunsiedel
14.11.09 | 15:05 UhrDer Neonazi-Aufmarsch für Rieger in Wunsiedel war - wie auch das «Heldengedenken» in München - in letzter Minute genehmigt worden Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hatte am Freitag Verbote der örtlichen Verwaltungsbehörden aufgehoben Die Richter erlaubten die Veranstaltung mit der Beschränkung, dass jede Form der Erwähnung von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß zu unterlassen sei. Gegen einen NPD-«Trauermarsch» im Wunsiedel haben am Samstag etwa 220 Bürger auf dem Marktplatz demonstriert. Angaben der Polizei zufolge hatten sich in der oberfränkischen Stadt etwa 400 Rechtsextreme zum Gedenken an den kürzlich verstorbenen NPD-Vizechef Jürgen Rieger getroffen. Polizeikräfte aus Bayern und benachbarten Bundesländern waren mit rund 1500 Mann im Einsatz. Bereits bei Vorkontrollen wurden zwei Männer wegen des Mitführens dreier Kanonenschläge und eines Pfeffersprays festgenommen.
Der Neonazi-Aufmarsch für Rieger in Wunsiedel war - wie auch das «Heldengedenken» in München - in letzter Minute genehmigt worden. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hatte am Freitag Verbote der örtlichen Verwaltungsbehörden aufgehoben. Die Richter erlaubten die Veranstaltung mit der Beschränkung, dass jede Form der Erwähnung von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß zu unterlassen sei. Das Verwaltungsgericht Bayreuth hatte zuvor ein Verbot der Veranstaltung durch das Landratsamt Wunsiedel bestätigt.
Wunsiedels Bürgermeister Karl-Willi Beck (CSU) bezeichnete den Richterspruch des VGH München am Samstag als «nahezu eine Provokation der aktiven Bürgerschaft». So sei in Wunsiedel eine Situation entstanden, die niemand verstehen könne.
Nach Auffassung des VGH war das vollständige Verbot der Versammlung nicht mit den rechtlichen Anforderungen des bayerischen Versammlungsgesetzes vereinbar. Zwar würde eine Heß-Gedenkkundgebung den Verbotstatbestand dieses Gesetzes erfüllen. Eine Gedenkveranstaltung für Heß, der in Wunsiedel begraben liegt, sei jedoch nicht angemeldet worden. Auch habe nicht hinreichend belegt werden können, dass es sich um eine Tarnveranstaltung handle.
Rieger hatte in Wunsiedel viele Jahre lang Neonazi-Aufmärsche zum Gedenken an Hitlers Stellvertreter organisiert. Seit 2005 sind diese Märsche verboten.
ddp/hst/pon
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Der Neonazi-Aufmarsch für Rieger in Wunsiedel war - wie auch das «Heldengedenken» in München - in letzter Minute genehmigt worden Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hatte am Freitag Verbote der örtlichen Verwaltungsbehörden aufgehoben Die Richter erlaubten die Veranstaltung mit der Beschränkung, dass jede Form der Erwähnung von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß zu unterlassen sei. Gegen einen NPD-«Trauermarsch» im Wunsiedel haben am Samstag etwa 220 Bürger auf dem Marktplatz demonstriert. Angaben der Polizei zufolge hatten sich in der oberfränkischen Stadt etwa 400 Rechtsextreme zum Gedenken an den kürzlich verstorbenen NPD-Vizechef Jürgen Rieger getroffen. Polizeikräfte aus Bayern und benachbarten Bundesländern waren mit rund 1500 Mann im Einsatz. Bereits bei Vorkontrollen wurden zwei Männer wegen des Mitführens dreier Kanonenschläge und eines Pfeffersprays festgenommen.
Der Neonazi-Aufmarsch für Rieger in Wunsiedel war - wie auch das «Heldengedenken» in München - in letzter Minute genehmigt worden Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hatte am Freitag Verbote der örtlichen Verwaltungsbehörden aufgehoben Die Richter erlaubten die Veranstaltung mit der Beschränkung, dass jede Form der Erwähnung von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß zu unterlassen sei. Gegen einen NPD-«Trauermarsch» im Wunsiedel haben am Samstag etwa 220 Bürger auf dem Marktplatz demonstriert. Angaben der Polizei zufolge hatten sich in der oberfränkischen Stadt etwa 400 Rechtsextreme zum Gedenken an den kürzlich verstorbenen NPD-Vizechef Jürgen Rieger getroffen. Polizeikräfte aus Bayern und benachbarten Bundesländern waren mit rund 1500 Mann im Einsatz. Bereits bei Vorkontrollen wurden zwei Männer wegen des Mitführens dreier Kanonenschläge und eines Pfeffersprays festgenommen.
| heyho 17.11.2009 17:12 Uhr | Das ist echt frech, ich war selbst da und ich weiß wieviel 400 Menschen sind, das waren (auch nach den Angaben der Polizei) mehr als 1000 Rechte, hier wird eine Menge unter den Tisch fallen gelassen, was ist denn so schlimm daran,die wahren Zahlen zu nennen? |
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