NDR legt Rechtsmittel gegen einstweilige Verfügung von Kik ein: Der NDR will Rechtsmittel gegen eine vom Textildiscounter Kik erwirkte einstweilige Verfügung gegen eine Fernsehreportage einlegen. Der Sender werde jetzt gerichtlich dagegen vorgehen, teilte Sendersprecher Martin Gartzke am Mittwoch auf ddp-Anfrage in Hamburg mit.
Vergrößern NDR legt Rechtsmittel gegen einstweilige Verfügung von Kik ein | Bild: © ad-hoc-news
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Die Kik Textilien und Non-Food GmbH mit Sitz im westfälischen Bönen hatte am Dienstag beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen eine NDR-Reportage über Missstände bei dem Unternehmen erwirkt. Die Richter erließen die Verfügung gegen mehrere unrichtige Behauptungen über das Unternehmen, die der Sender verbreitet hatte.

Gartzke zufolge hat das Gericht in dem Eilverfahren jedoch die Mehrzahl der von Kik geforderten Unterlassungen abgelehnt. In zwei weiteren presserechtlichen Verfahren, die Kik-Geschäftsführer Stefan Heinig gegen die Sendung «Panorama - die Reporter» angestrengt habe, seien die beiden von ihm angerufenen Gerichte vollständig der Auffassung des NDR gefolgt.

Grund für die gerichtliche Auseinandersetzung ist Kik-Sprecherin Aniko Nadine Kalle zufolge ein Beitrag der Sendung «Panorama - die Reporter» vom 7. April. In der Reportage unter dem Titel «Die Kik-Story - die miesen Methoden des Textildiscounters» seien rufschädigend falsche Tatsachen über den Textildiscounter behauptet worden. «Wir begrüßen die Entscheidung der Richter, wenngleich der Reputationsschaden für unser Unternehmen durch die Erstausstrahlung groß ist», sagte Kalle.

ddp