Nasser August verzögert Weinlese im Rheingau: Hessens Weinbauern werden dieses Jahr erst im Herbst mit der Lese beginnen. Der nasseste August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat die Reifeentwicklung der Reben verzögert. «Die hessischen Winzer haben sich daher auf eine Traubenernte ab Ende September bis weit in den Oktober hinein eingerichtet», sagte der Geschäftsführer des Rheingauer Weinbauverbands, Harald Sperling.
Vergrößern Nasser August verzögert Weinlese im Rheingau | Bild: © ddp

Hessens Weinbauern werden dieses Jahr erst im Herbst mit der Lese beginnen. Der nasseste August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat die Reifeentwicklung der Reben verzögert. «Die hessischen Winzer haben sich daher auf eine Traubenernte ab Ende September bis weit in den Oktober hinein eingerichtet», sagte der Geschäftsführer des Rheingauer Weinbauverbands, Harald Sperling, am Dienstag in Eltville. Die späte Lese gefährde die Qualität des Weins nicht. «Zumindest wenn der September wärmer und trockener als der August wird», fügte Sperling hinzu.

In der Pfalz hat die Traubenernte bereits begonnen. Im Rheingau wachsen auf 92 Prozent der Flächen jedoch spät reifende Sorten wie Riesling und Spätburgunder. «Dass die pfälzischen Winzer mit der Lese früher dran sind als die hessischen, hat Tradition», sagte Sperling. Für Rheingautrauben bedeute der Verbleib an den Stöcken den September über meist ein Qualitätsgewinn. «Die stoffwechselaktiven Blätter verlagern jetzt ihren Zucker in die Früchte», sagte der Weinbaufunktionär.

In den zurückliegenden Jahren hatten die hessischen Winzer ihre Trauben meist bereits Anfang und Mitte September geerntet. «Aber im Vergleich noch längerer Zeiträume war das auch sehr früh», sagte Sperling. Mit einer Rekordmenge sei bei der Lese 2010 nicht zu rechnen. Die wegen des kalten Frühjahrs spät gekommenen Blüten seien von den Pflanzen nach vergleichsweise kurzer Zeit wieder abgeworfen worden.

ddp