Sie wollen Wege zur Wiederaufnahme eines direkten Dialogs in der Konfliktregion finden. «Ich danke Ihnen fürs Kommen, lassen Sie uns nun die Vorschläge erörtern», sagte Lawrow nach Angaben der Agentur Interfax. Er hatte am Vortag eine «konkrete und entschlossene Erklärung» des Quartetts angekündigt. Das Treffen wird vom Streit über israelische Siedlungspläne und neue Gewalt im Nahen Osten überschattet.
An den Gesprächen der 2002 gegründeten Vierer-Gruppe nehmen neben Lawrow auch der neue Nahost-Sondergesandte Tony Blair sowie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, US-Außenministerin Hillary Clinton und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton teil. Ashton, die am Vortag den Gazastreifen besucht hatte, will vor allem die Leiden der Bevölkerung in dem abgeriegelten Palästinensergebiet zur Sprache bringen.
Clinton will am Freitag auch noch Kremlchef Dmitri Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin zu bilateralen Abrüstungsgesprächen treffen. Russland und die USA verhandeln seit Monaten über eine deutliche Verringerung ihres Atom-Arsenals.
In einem Telefonat mit US-Außenministerin Hillary Clinton hatte sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bereiterklärt, vertrauensbildende Schritte im Westjordanland zu unternehmen, um einen Dialog zu erleichtern. Washington kündigte an, dass noch am Wochenende der Sonderbeauftragte George Mitchell in die Region reisen wird, um dem Friedensprozess einen Anstoß zu geben.
Israelische Kampfflugzeuge hatten in der Nacht zum Freitag Ziele im Gazastreifen angegriffen. Wie das Armee-Radio berichtete, wurden Werkstätten zur Waffenherstellung und Schmugglertunnel im Süden des Palästinensergebiets an der Grenze zu Ägypten beschossen. Angaben über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. Die Angriffe erfolgten nur wenige Stunden nach einem tödlichen Raketenangriff militanter Palästinenser, bei dem in einem israelischen Grenzort ein thailändischer Arbeiter getötet worden war. Es war das erste Mal seit dem Gaza-Krieg vor 14 Monaten, dass wieder ein Mensch in Israel bei einem solchen Angriff ums Leben kam.
Moskau (dpa)






























