Mutmaßlicher Taxifahrer-Mörder leidet an Schizophrenie: In dem bevorstehenden Sicherungsverfahren gegen einen 24-jährigen Mann wegen der Ermordung eines Taxifahrers in Hamburg geht die Staatsanwaltschaft von einer Schuldunfähigkeit aus. Das psychiatrische Gutachten habe eine krankhafte Persönlichkeitsstörung bei dem Mann ergeben, sagte der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers, am Samstag auf ddp-Anfrage. Dem Sachverständigen habe der Mann gesagt, er habe die Tat begangen, weil er Stimmen mit dem Befehl «Drück ab» gehört habe.
Vergrößern Mutmaßlicher Taxifahrer-Mörder leidet an Schizophrenie | Bild: © G.G. Lattek

Der aus dem schleswig-holsteinischen Wedel stammende Taxifahrer war am Abend des 14. Januar im Hamburger Stadtteil Nienstedten getötet worden. Erst am Morgen danach waren Kinder auf dem Weg zur Schule auf das Taxi mit laufendem Motor und eingeschalteter Warnblinkanlage aufmerksam geworden. Zwei Wochen später wurde der Tatverdächtige festgenommen. Der Mann soll den 58-jährigen Taxifahrer während der Fahrt mit drei Schüssen in den Hinterkopf getötet haben.

Das Sicherungsverfahren vor dem Hamburger Landgericht gegen den Mann beginnt am 6. Juli. Laut Möllers ist der 24-Jährige paranoid schizophren und stellt eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit dar. Bei einem Sicherungsverfahren kann der Beschuldigte nicht zu einer Strafe verurteilt werden. Allerdings werde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt, hieß es.

Es sind acht Fortsetzungstermine vor dem Hamburger Landgericht angesetzt.

ddp/jaw/kos