Gronau (dapd-nrw). Unter den Exponaten sind Bühnen-Outfits, Fotos von Sänger Klaus Meine und dem damaligen Präsidenten der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, Fan-Geschenke wie ein Meteorit und Super-8-Filmschnipsel aus den Anfangsjahren.
Chronologisch führt die Ausstellung den Besucher durch die Bandbiografie: Von der Gründung 1965 in Sarstedt durch den heutigen Gitarristen Rudolf Schenker über Fotos vom ersten Tourbus, mit dem die Band laut Sänger Meine auf der Rückfahrt durch die Kasseler Berge fast tödlich verunglückt wäre, bis zur 'Wind-of-change-Ecke', die den Erfolg mit dem weltweit größten Hit darstellt. Zudem sind Song-Texte, goldene Schallplatten, Filmmitschnitte und ein 3D-Kino zu sehen, das die Rockstars greifbar nah erscheinen lässt.
Außergewöhnlich ist neben anderen Exponaten ein Stimmbandtrainer, den Klaus Meine 1982 nach zwei Stimmband-Operationen von seinem Arzt verschrieben bekommen hat und danach jahrelang 'zum Stimmbandaufbau und zur Meditation vor den Auftritten einsetzte', wie der 63-Jährige in Gronau bekannte. Ein emotionales Live-Erlebnis vermittelt die Sound- und Lichtinstallation 'Please welcome - The Scorpions' mit Publikumsjubel, Blitzlichtgewitter und Bühnenbildern.
Die Hannoveraner Band gibt in diesem Jahr unter dem Motto 'Final Sting' die letzten Konzerte ihrer Welttournee. Die letzten deutschen Auftritte sind in Stuttgart, Frankfurt, München und Wacken geplant. Scorpions-Gründer Schenker stellte in Aussicht, dass danach noch ein letztes Tournee-Konzert in Deutschland Ende 2012 oder Anfang 2013 folgen könnte.
Nach den drei erfolgreichen Studio-Alben 'Unbreakable', 'Humanity - Hour 1' und 'Sting in the Tail' sehen Meine und Schenker die Ausstellung als Teil eines würdigen Abschieds: 'Wir verlassen die Party, wenn sie am schönsten ist.'
dapd


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