Büsum/Münster (dapd-nrd). Am Freitag soll in Meldorf (Kreis Dithmarschen) das Fleisch von den Walknochen getrennt werden. Noch am selben Tag solle das Skelett des 30-Tonnen-Kadavers abtransportiert werden.
Der Leiter des Westfälischen Landesmuseums für Naturkunde, Alfred Hendricks, äußerte sich erfreut über die Entscheidung zugunsten seines Museums. Bereits seit 2007 werde das Museum auf einer speziellen Liste von Interessenten geführt, die in Norddeutschland Nationalparks und Naturverbänden für den Fall einer Strandung vorliege. Der tote Wal war am Montag entdeckt worden. Hendricks habe am Dienstag Kontakt aufgenommen und am Mittwoch bereits Fachleute für einen Besuch in Schleswig-Holstein angemeldet.
Bis das Skelett in Münster zu sehen ist, werde wohl noch rund ein Jahr ins Land gehen. 'Die Walknochen etwa müssen sehr gründlich entfettet werden, um eine Geruchsbildung zu verhindern', sagte Hendricks. Allein das nehme etwa zwei Monate in Anspruch. Später müssten dann Schlosser das Gerüst fertigen, an dem die zusammen 1,5 Tonnen schweren Knochen anatomisch korrekt aufgehängt werden.
Das Museum werde sich an den in Norddeutschland entstehenden Kosten beteiligen, sagte Hendricks. Laut Wal-Expertin Hasselmeier dürfte die Gesamtrechnung für die fachgerechte Zerlegung des etwa 20 Jahre alten Tieres samt Abtransport bis zu 15.000 Euro betragen.
Der vor Pellworm gefundene Pottwal sei augenscheinlich verhungert. Verirrten sich Wale ins Wattenmeer würden sie orientierungslos und fänden keine Nahrung mehr, betonte Hasselmeier.
dapd


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