Püttlingen (ddp). Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) hat nach dem Amoklauf von Winnenden eine Debatte über eine mögliche Lockerung des Datenschutzes angeregt. Geprüft werden müsse, ob durch eine Verbesserung des Datenaustausches zwischen Jugend-, Schul- und Sozialämtern sowie Sicherheitsdienststellen ein «zusätzliches Maß an Prävention» sichergestellt werden könne, sagte Müller auf einer Veranstaltung seiner Partei am Donnerstagabend in Püttlingen. Die Verhinderung derartiger Amokläufe sei das «höherwertige Gut gegenüber dem Datenschutz».
Er habe «überhaupt nichts dagegen», noch einmal über Bestimmungen des Waffengesetzes oder strafrechtliche Bestimmungen nachzudenken, betonte der CDU-Politiker. Wer aber glaube, nur durch repressive Maßnahmen und durch die Verschärfung von Gesetzen diesen Vorgängen gerecht zu werden, «der springt zu kurz», warnte er. Dieser Amoklauf gehe tiefer, deshalb müssten «auch die Antworten tiefer gehen».
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