Mainz (ddp-hes). Am Montagmorgen haben etwa 20 Menschen die Baustelle des geplanten Kohlekraftwerks in Mainz besetzt. Damit wolle man Druck auf den Stadtrat und Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) ausüben, teilten die Aktivisten am Montag in Mainz mit. Es sei eine spontane Reaktion von Umweltaktivisten auf das Vorgehen der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) in den vergangenen Wochen, sagte ein Sprecher der Gruppe auf ddp-Anfrage.

Die KMW hatte Anfang Mai eine Teilgenehmigung für den Bau des Kraftwerks erhalten und kurz darauf den Baubeginn offiziell verkündet. Dagegen hatten mehrere Kommunen, darunter die Städte Mainz und Wiesbaden, Anfang Juni Eilklagen eingereicht.

Mit einem Banner mit der Aufschrift «Kohle für Euch, Dreck für uns, Fluten für den Rest» demonstrieren die Aktivisten auf der Baustelle. Außerdem errichteten sie ein etwa vier Meter hohes Windrad, mit dem sie Investitionen in Erneuerbare Energien fordern.

Die Demonstranten erklärten außerdem, dass auf dem Gelände bisher keine relevante Bautätigkeit stattfinde. Sie gehen davon aus, dass die Finanzierung des Kraftwerks noch unklar ist. Dazu wiesen sie darauf hin, dass es bisher mehr als 60 000 Einwendungen gegen den Kraftwerksbau gegeben habe.

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