Mexiko will im Kampf gegen Geldwäsche Bartransaktionen begrenzen: Die mexikanische Regierung will im Kampf gegen Geldwäsche härter durchgreifen. Ein am Donnerstag von Präsident Felipe Calderon vorgestelltes Maßnahmenpaket sieht unter anderem vor, Bargeldgeschäfte künftig auf eine Höhe von maximal 100.000 Pesos (6.000 Euro) zu begrenzen. Außerdem sollen Banken dazu verpflichtet werden, verdächtige Transaktionen zu überwachen.
Vergrößern Mexiko will im Kampf gegen Geldwäsche Bartransaktionen begrenzen | Bild: © ddp

Mexiko-Stadt (apn).

«Heute ist es wichtiger denn je, Kriminelle dort zu treffen, wo es am meisten wehtut: bei ihren Bankkonten», erklärte Calderon in Mexiko-Stadt. «Die Kriminellen, die Killer, die Kidnapper, die Menschen- und Drogenschmuggler, geben sich als wohlhabende Geschäftsleute aus. Sie kaufen Häuser und Luxusautos, sie gründen Unternehmen oder kaufen diese, um sie als Briefkastenfirmen zu nutzen.»

Der Präsident legte seine Initiative am Donnerstag dem von der Opposition dominierten Kongress vor, der dem Vorhaben zustimmen muss. Calderon steht unter Druck, mit mehr Härte gegen Geldwäsche und gegen die mächtigen Drogenkartelle vorzugehen. Schätzungen zufolge waschen Drogenhändler in Mexiko jährlich bis zu zehn Milliarden Dollar. Bereits im Juni hat die Regierung ein Limit für Bartransaktionen in US-Dollar verhängt.

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