Gleichzeitig will Haniel den Informationen zufolge Richtungsentscheidungen bei Metro genauer überprüfen. Nach "FTD"-Informationen wird die Einrichtung eines Strategieausschusses im Aufsichtsrat favorisiert. Mit dieser Kontrolle würde sich die bisher große Machtfülle von Cordes verringern. Metro dementierte dies aber in der Zeitung. Weiter heißt es in dem Bericht, dass die Schritte kein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Cordes sind, sondern der Wunsch nach einer zusätzlichen Absicherung für die mit Abstand wichtigste Beteiligung des Duisburger Mischkonzerns Haniel.
Die zusätzliche Kontrolle und Beratung solle nach derzeitiger Planung einen institutionellen Rahmen und damit auch formal Einfluss bekommen. Mehrere mit der Materie vertraute Personen hätten die Pläne von der Einrichtung eines Strategieausschusses innerhalb des Aufsichtsrats bestätigt, schrieb das Blatt. Ein Metro-Sprecher sagte dazu in der Zeitung: "Diese Behauptung ist frei erfunden und entbehrt jeder Grundlage." Auch Haniel dementierte dies gegenüber der Zeitung.
Die Gespräche über einen Wechsel im Metro-Aufsichtsratsvorsitz seien weit fortgeschritten, hieß es in dem Bericht. So könnte Kluge einige Zeit nach der Hauptversammlung und damit bereits in der zweiten Hälfte 2010 Franz Markus Haniel ersetzen. Der genaue Zeitpunkt sei noch unklar. Kluge war McKinsey-Deutschlandchef und kennt Cordes aus dessen Zeit an der Spitze von Mercedes. Die Unternehmensberatung hatte wichtige Aufträge bei dem Autohersteller. Kluge gilt wie Cordes als selbstbewusst und durchsetzungsfähig. Zudem ist er in der deutschen Unternehmenslandschaft etabliert. Gleichzeitig werden ihm dem Bericht zufolge aber keinerlei Ambitionen nachgesagt, Cordes beerben zu wollen.
HAMBURG (dpa-AFX)




























