Potsdam (dapd-lbg).
Bei zu erwartenden Temperaturen um null Grad würden etwa die Straßenmeistereien hellhörig, weil ab dann Glätte droht und die Streufahrzeuge startklar gemacht werden müssen. Bei Werten zwischen minus 18 und minus 20 Grad komme es wiederum auf jedes Zehntelgrad in der Prognose an, weil dann manche Sorte Tausalz nicht mehr wirke oder Diesel in Fahrzeugen zu einer geleeartigen Masse wird.
Langfristige Vorhersagen solcher Wetterextreme seien auch für Energieversorger wichtig, um etwa frühzeitig die richtige Menge Gas vorbestellen zu können. Als Fachmann erinnert sich der 50-Jährige darum gerne an den 'knallharten Winter' von Januar 1981 zurück. Gerade bei solchen Wetterextremen seien die Dienste von Meteorologen gefragt, sagte Endrulat.
Endrulat erwartet, dass sich die Temperaturen deutschlandweit bis Ende Februar oder Anfang März unter dem Durchschnitt der Vorjahre halten werden. Tiefsttemperaturen, wie etwa zuletzt der Rekordwert von fast 30 Grad minus im Erzgebirge, sollen dem Wetterkundler zufolge in der kommenden Woche aber zunächst nicht mehr vorkommen. Ab dem 12. Februar seien auch wieder Höchstwerte über dem Gefrierpunkt zu erwarten, sagte Endrulat. Derzeit liege aber noch immer ein Hochdruckgebiet über Osteuropa 'wie ein Stein im Wasser' und verhindere so, dass wärmere Luft nach Deutschland kommt.
dapd


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