Außerdem sollen die etwa 2700 Beschäftigten im Inland 2010 und 2011 auf ihr Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten und die Tariferhöhungen sollen für das laufende und das kommende Jahr komplett ausgesetzt werden.
«Wir stehen für so einen Kahlschlag nicht zur Verfügung», betonte Frank Iwer, zuständiger Tarifsekretär der IG-Metall-Bezirksleitung Baden-Württemberg. Er bezeichnete die Pläne der Geschäftsleitung als «eine Zumutung für die Belegschaft», hinter denen nicht der Hauch eines industriellen Zukunftskonzeptes erkennbar sei. Als «größte Frechheit» bezeichnete er es, dass die Belegschaft die geplanten Massenentlassungen und die Schließung des Standortes Ludwigsburg durch den Verzicht auf die Sonderzahlungen auch noch selbst bezahlen solle.
Erst Anfang 2009 hatten sich Gewerkschaft und Geschäftsleitung auf eine Restrukturierung des Unternehmens verständigt. Darin sind der Erhalt der Standorte und eine Beschäftigungssicherung bis 31. Dezember 2011, für Ludwigsburg sogar bis 2012, geregelt. Iwer forderte deshalb das Unternehmen auf, sich auch an geschlossene Verträge zu halten. Die Belegschaften hätten ihren Teil beigetragen, um das Unternehmen zu restrukturieren und wieder nach vorne zu bringen. «Wenn das Management versagt und kein Konzept hat, darf das nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden», resümierte er.
Stuttgart (ddp-bwb)


































