Merkel: Weltweite Verantwortung für Freiheit: Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht 20 Jahre nach der Wiedervereinigung eine Verantwortung Deutschlands, sich weltweit für Freiheit und Demokratie einzusetzen.
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Die Deutschen müssten international für das kämpfen, was ihnen selber gelungen sei, sagte Merkel bei einem Festakt 20 Jahre nach der Unterzeichnung des Einigungsvertrages in Berlin. «Wenn wir darin erlahmen, werden wir auch in unserem Wohlstand und Erfolg erlahmen.»

Die Menschen in Ost und Westen stünden dabei vor einer gesamtdeutschen Aufgabe, sagte Merkel. «Der Einigungsvertrag sollte uns gutes Beispiel sein für weitere Verträge, die auf der Welt zu schließen sind.»

Die Kanzlerin lobte den Mut der Menschen in Ostdeutschland bei der Wiedervereinigung. «Der Mut war damals viel größer als wir uns das heute vorstellen.» Besonders hob sie die Bürgerrechtler und jene Menschen hervor, die aus der DDR geflüchtet waren. Damals habe «die Demokratie in einem unglaublichen Maße gesiegt». Merkel würdigte die damalige Arbeit am Einigungsvertrag: «Das war schon eine gelungene Veranstaltung, auf die wir in unserer Geschichte (...) stolz sein können.»

Die aus der damaligen DDR stammende Merkel verknüpfte ihre Äußerungen mit Erinnerungen an ihren eigenen Werdegang. Als Sprecherin der ersten frei gewählten DDR-Regierung unter Ministerpräsident Lothar de Maizière habe sie damals viel über die innere Struktur der alten Bundesrepublik gelernt. «Das war nicht nur ein Stück Erinnerungskunde, sondern auch ein Stück Geschichtskunde der alten Bundesrepublik.»