Politik
Master of Business Administration taugt nicht zum Karriere-Turbo
02.08.07 | 11:52 UhrMünchen (ots) - - Querverweis: Weitere Hintergrundinformationen zur MBA-Umfrage liegen in der digitalen Pressemappe zum Download vor und sind unter http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar - Der MBA polarisiert: Befragte schwanken zwischen "überschätzt" und "gute Qualifikation, aber kein Garant ...
- Querverweis: Weitere Hintergrundinformationen zur MBA-Umfrage
liegen in der digitalen Pressemappe zum Download vor und sind
unter http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar -
Der MBA polarisiert: Befragte schwanken zwischen "überschätzt" und
"gute Qualifikation, aber kein Garant für eine steile Karriere"
Als der Master of Business Administration in den Neunzigern über
den großen Teich nach Europa schwappte, war die Skepsis groß. Diese
Skepsis kehrt jetzt offensichtlich, nach einer Phase der Euphorie ab
der Jahrtausendwende, wieder zurück - zumindest in den Köpfen der
Bewerber. In einer Umfrage von JobScout24 bewerten rund 30 Prozent
der Teilnehmer den MBA als eine gute Qualifikation, die aber nur
bedingt zum Karrieresprungbrett taugt. Noch harscher in ihrem Urteil
sind weitere 28 Prozent, die den MBA schlicht für überbewertet
halten.
Paradoxerweise wurde der Master of Business Administration in den
USA vor mittlerweile mehr als einhundert Jahren als praxisnahes
Managementstudium und Antwort auf die wachsende wirtschaftliche
Konkurrenz aus Europa ins Leben gerufen. Ursprünglich als reine
Fachqualifikation für Führungspositionen in der Wirtschaft gedacht,
wurden die MBA-Programme auf Grund der Kritik an den sozialen
Kompetenzen vieler Absolventen nach und nach mit Fächern wie
Teamführung oder Präsentations- und Verhandlungstechnik angereichert.
Heute gilt ein MBA-Abschluss von einem der Elite-Institute der USA
als der Karriere-Turbo schlechthin. Damit schließt sich der Kreis und
Europa befindet sich in einer ähnlichen Situation, die in den USA
überhaupt erst zum Entstehen des MBA geführt hatte: Die Aufholjagd
beginnt.
Das zähe Ringen um Profil: Was ist der MBA eigentlich?
Die aktuelle Umfrage der JobScout24 GmbH zeigt: Der Master of
Business Administration hat sich noch nicht in den Köpfen
festgesetzt. Erschreckende 25 Prozent der Teilnehmer kennen den MBA
nicht. Mögliche Gründe dafür sind der Mangel an Profilschärfe und das
Fehlen einheitlicher Standards aus den Anfangsjahren des MBA in
Deutschland. Mit der Einführung verbindlicher Kriterien für die
EU-weite Anerkennung des Titels Master of Business Administration hat
sich dies offensichtlich nur bedingt gewandelt. Der Markt ist mehr
denn je überhäuft mit neuen Fach-Varianten wie beispielsweise den
MBAs in Mechanisch-Biologische Abfallbehandlung, Net Economy oder
Sustainability Management. Unseriöse Angebote wie "Pharma-MBA kompakt
in drei Tagen" tragen ebenfalls nicht zur Erhöhung der Akzeptanz des
Konzepts "Master of Business Administration" bei. Der Silberstreif am
Horizont: Immerhin 9,26 Prozent aller befragten Bewerber halten den
MBA für den Karriere-Turbo schlechthin - vorausgesetzt der Abschluss
stammt von einer renommierten Business School.
"Der Master of Business Administration schafft in Deutschland
erstmals eine Situation, die die USA seit jeher kennen: Der Wert
eines Bildungsabschlusses ist untrennbar verknüpft mit dem Institut,
an dem dieser Abschluss erworben wurde", so Johannes Hack,
Geschäftsführer der JobScout24 GmbH. "Wer sich heute dazu
entschließt, einen MBA zu erwerben, der sieht sich nicht nur mit der
Frage nach den Kosten konfrontiert. Weitaus wichtiger ist die Auswahl
des Anbieters. Wer sich hier umfassend informiert und auf das
richtige Pferd setzt, der hat mit dem MBA sicherlich eine gute
Zusatzqualifikation in der Tasche. Allerdings zeigt unsere Umfrage
deutlich, dass hier Verunsicherung herrscht. Business Schools und
Management Institute sollten diese Botschaft ernst nehmen."
Originaltext: JOBSCOUT24
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/17672
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Kontakt:
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