Marktbericht: Aussie-Indizes unter Abgabedruck: Sydney 10.02.2012 (www.emfis.com) Nachdem die amerikanischen Aktienmärkte im gestrigen Handelsverlauf anziehen konnten, eröffnete auch Australien zunächst freundlich, bevor die immer roter werdenden US-Futures den Markt immer tiefer ins Minus drückten. Schlussendlich verlor der S&P/ASX 37,6 Punkte oder 0,88 Prozent auf 4.245,30 Zähler. Etwas besser hielt sich erneut der All Ordinaires, der 34,5 Zähler (0,79 Prozent) auf 4.322,60 Punkte in den Keller rauschte. Wachstumsprognose gesenktAbgesehen
Vergrößern Marktbericht: Aussie-Indizes unter Abgabedruck | Bild: © ad-hoc-news

Sydney 10.02.2012 (www.emfis.com) Nachdem die amerikanischen Aktienmärkte im gestrigen Handelsverlauf anziehen konnten, eröffnete auch Australien zunächst freundlich, bevor die immer roter werdenden US-Futures den Markt immer tiefer ins Minus drückten.

Schlussendlich verlor der S&P/ASX 37,6 Punkte oder 0,88 Prozent auf 4.245,30 Zähler. Etwas besser hielt sich erneut der All Ordinaires, der 34,5 Zähler (0,79 Prozent) auf 4.322,60 Punkte in den Keller rauschte.

Wachstumsprognose gesenkt


Abgesehen von den Vorgaben seitens der amerikanischen Terminmärkte (US-Futures) wurde der australische Aktienmarkt auch von lokalen volkswirtschaftlichen Daten belastet. So nahm die australische Notenbank ihre Wachstumsprognose für das bis Ende Juni laufenden 2011/12er-Fiskaljahr von zuvor 4,0 auf jetzt 3,5 Prozent zurück. Dass die Inflationsrate von ursprünglich veranschlagten 2,5 Prozent lediglich 2,25 Prozent betragen soll, wurde von den Marktteilnehmern nur am Rande zur Kenntnis genommen. Insgesamt zeigt die Reduzierung der Wachstums-Schätzung aber deutlich, dass auch in Australien die wirtschaftlichen Bäume nicht in den Himmel wachsen und man keineswegs immun gegen rezessive Tendenzen in großen etablierten Industrieregionen ist.

Kaum Gewinner außer Newcrest Mining


Die wieder verstärkt aufgekommenen Konjunktur-Sorgen machten vor allem den Minen-Aktien zu schaffen. Die Papiere von BHP Billiton gaben weitere 86 Cents auf 36,30 Dollar ab. Bei den Anteilscheinen des Konkurrenten Rio Tinto, der gestern mit einem durchwachsenen Zahlenwerk aufwartete, ging es 1,62 Dollar abwärts auf 69,98 Dollar. Zu den wenigen Gewinnern aus dem Minen-Sektor gehörten die Titel des Gold-Schwergewichts Newecrest Mining, die 57 Cents auf 34,01 Dollar zulegen konnten, nachdem man einen satten Gewinnanstieg von 50 Prozent für die ersten sechs Monate des aktuellen 2011/12er-Geschäftsjahrs vermelden konnte. Demgegenüber büßten die Papiere von OceanaGold 1,22 Prozent auf 2,42 Dollar ein. Im Energie-Sektor gab es die Aktien von Woodside Petroleum am Ende der Sitzung 0,51 Prozent günstiger für 35,40 Dollar. Sanstos-Aktien gaben sogar 1,21 Prozent auf 13,89 Dollar ab.
Auch die Aktien aller vier Großbanken mussten Minuszeichen verkraften. Am besten hielten sich noch die Papiere der National Australia Bank, die nur sechs Cents auf 22,94 Dollar verloren. 20 Cents abwärts auf 21,42 Dollar ging es bei den Dividenden-Papieren der ANZ. Westpac-Aktien verbilligten sich um 23 Cents auf 20,85 Dollar und die Titel der  Commonwealth Bank gaben 53 Cents auf 49,88 Dollar ab.

Auch wenn der heutige Handelsverlauf zugegebenermaßen trist aussieht, sollte man ihm keine allzu große Beachtung schenken. Denn zumindest zum jetzigen Zeitpunkt dürfte es sich bei den jüngsten Rücksetzern eher um eine gesunde Korrektur als um den Anbeginn einer ausgemachten Baisse-Phase handeln. Auf der anderen Seite ist der Markt bereits gut gelaufen, so dass weitere Gewinnmitnahmen kurzfristig jedenfalls nicht völlig auszuschließen sind.