Marktbericht Asien: Bedrückende Inflationssorgen: Hongkong 09.02.2012 (www.emfis.de) Trotz einer Hiobsbotschaft aus China hielten Asiens große Leitindizes heute die Stellung.

Im Januar ist Chinas annualisierte Inflationsrate überraschenderweise auf 4,5 Prozent geklettert. Dies schränkt den Spielraum der chinesischen Regierung ein, den Markt mit billigem Geld zu versorgen, um die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise zu mildern. Dennoch bewegten sich die drei großen Leitindizes aus China und Japan heute kaum vom Fleck. Nach einigen
Vergrößern Marktbericht Asien: Bedrückende Inflationssorgen | Bild: © ad-hoc-news

Hongkong 09.02.2012 (www.emfis.de) Trotz einer Hiobsbotschaft aus China hielten Asiens große Leitindizes heute die Stellung.

Im Januar ist Chinas annualisierte Inflationsrate überraschenderweise auf 4,5 Prozent geklettert. Dies schränkt den Spielraum der chinesischen Regierung ein, den Markt mit billigem Geld zu versorgen, um die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise zu mildern. Dennoch bewegten sich die drei großen Leitindizes aus China und Japan heute kaum vom Fleck. Nach einigen eher positiven Wasserstandmeldungen hoffen die Anleger auch weiterhin, dass sich die griechische Tragödie letztendlich doch als Schmierentheater erweist und in allerletzter Sekunde eine Einigung erzielt wird.

Japan: Im Banne der Quartalszahlen

Der Nikkei 225 fiel heute um 0,1 Prozent auf 9.002 Stellen. Den Spitzenplatz im Nikkei belegte Mitsubishi Paper Mills. Nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, dass der operative Gewinn im Dezemberquartal fast 40 Prozent zulegen konnte, schloss die Aktie mit einem Kursplus von 10,5 Prozent. Dahinter kamen Japan Tobacco (+ 4,0 Prozent), Isuzu Motors (+ 3,5 Prozent), Yahoo Japan (+ 3,3 Prozent) und NEC (+ 2,6 Prozent). Nach positiven Quartalszahlen von Nissan Motor ging der Kurs aufgrund von Gewinnmitnahmen um 1,0 Prozent zurück. Abgaben verzeichneten auch Japan Steel Work (- 2,9 Prozent), Fast Retailing (- 1,8 Prozent), Bridgestone (- 1,7 Prozent) und All Nippon Airways (- 1,6 Prozent).

Hongkong: Immobilien hui ? Banken pfui

Der Hang Seng Index korrigierte heute 0,04 Prozent auf 21.010 Zähler. Die jüngsten Inflationsdaten wirkten sich auf Werte aus der Banken- und Immobilienbranche denkbar unterschiedlich aus: Weil vorerst mit keiner weiteren Senkung der Mindestreserve zu rechnen ist, gehörten Finanzdienstleister zu den Verlierern. Da gleichzeitig jedoch die Inflation im Immobilienbereich zurückgegangen ist, rechnen Anleger in diesem Segment mit einer Lockerung, was wiederum Immobilientiteln Auftrieb gab. Spitzenreiter im Hang Seng war dementsprechend China Resources Land mit einem Plus von 5,7 Prozent, gefolgt von New World Development (+ 3,5 Prozent) und Sino Land (+ 2,5 Prozent). Weitere Gewinner waren Esprit (+ 5,4 Prozent), China Railway Group (+ 5,0 Prozent), Aluminum Corp of China (+ 4,4 Prozent), CNOOC, Jiangxi Copper (jeweils + 2,1 Prozent) und Tencent (+ 1,9 Prozent). Im Minus verharrten hingegen BYD (- 3,9 Prozent), Belle International, Bank of Communications (jeweils - 2,5 Prozent), China Life Insurance, China Petroleum & Chemical Corp (jeweils - 1,3 Prozent).

Spitzenreiter Indien

In Indien legte der Sensex 0,7 Prozent zu auf 17.831 Zähler. Taiwans TAIEX schloss unterdessen mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 7.911 Stellen. Auch Südkoreas Kospi stieg um 0,5 Prozent auf 2.015 Punkte. Der chinesische Shanghai Composite kletterte um 0,1 Prozent auf 2.349 Zähler, während der thailändische SET ebenfalls 0,1 Prozent auf 1.117 Stellen hinzugewann.