Der vielfach geehrte Geistliche war unter anderem Ehrensenator der Universität Mainz und hatte 2003 den Ehrenring der Stadt Mainz erhalten.
Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) bezeichnete Trepp als «einen großen Gelehrten und Versöhner.» Sein Tod bedeutete einen schweren Verlust, «denn er nimmt uns einen großen Mann, der die Menschen Güte, Toleranz und den Willen zur Versöhnung lehrte, trotz aller Unmenschlichkeit, die er und seine Familie im Deutschland des Nationalsozialismus erfahren mussten», sagte Beck.
Der Präsident der Universität Mainz, Georg Krausch, sagte: «Professor Trepp zeigte bis zuletzt unermüdlichen Einsatz in Forschung und Lehrer an unserer Universität, aber auch weit darüber hinaus.»
Trepp wurde am 4. März 1913 in Mainz geboren. Er studierte in Frankfurt, Würzburg und Berlin Philosophie und Philologie und ließ sich parallel dazu zum Rabbiner ausbilden. Vor seiner Verschleppung durch die Nazis ins KZ Sachsenhausen im Jahre 1938 amtierte er als Landesrabbiner von Oldenburg.
Durch Vermittlung des Oberrabbiners des Britischen Reiches wurde Trepp aus dem KZ freigelassen und emigrierte zunächst nach Großbritannien, dann in die USA. Als Professor für Philosophie und Geisteswissenschaften am Napa College in Kalifornien und als jüdischer Geistlicher verfasste er zahlreiche Standardwerke zum Judentum. Ab Mitte der 50er Jahre kehrte er regelmäßig nach Deutschland zurück, um die Aussöhnung der Juden und Nichtjuden zu fördern.
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