Weil viele Hausbesitzer ihre Zinsen nicht mehr zahlen können, sorgte das Kreditinstitut dem Bericht zufolge dafür, dass Tausende von Immobilien zwangsversteigert wurden. Zudem habe die Bank mehr als 25 hochkomplexe Immobilien-Wertpapiere konstruiert, sogenannte CDOs, mit einem Wert von rund 20 Milliarden Dollar (16,6 Milliarden Euro), die in der Finanzkrise größtenteils zusammengebrochen seien. In zahlreichen Städten in den USA gebe es Klagen gegen die Deutsche Bank und Proteste von Bürgerrechtlern.
Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte am Samstag auf Nachfrage: «Wir sind nicht wirtschaftlicher Eigentümer dieser Kredite, sondern lediglich rechtlicher Vertreter der Anleger.» Als Treuhänder sei die Bank nicht zuständig für das Eintreiben der Kredite. Sie veranlasse auch keine Zwangsversteigerungen.
Dem Bericht zufolge hält die Deutsche Bank zurzeit nach Auskunft des amerikanischen Einlagensicherungsfonds FDIC unmittelbar Kredite für amerikanische Ein- und Mehrfamilienhäuser über rund 3,7 Milliarden Dollar. Dabei handele es sich jedoch, so sagt die Bank, um Immobilienkredite an vermögende Privatkunden.
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