Dass sich der neue Flughafen zu einem internationalen Drehkreuz entwickeln wird, bezweifelte Wagner. "Dafür braucht es richtig viele Milliarden", die die Airlines derzeit noch nicht investieren wollten. Bislang sind Lufthansa-Routen vor allem zu europäischen Zielen geplant. Langstrecken-Flüge könnten erst aufgebaut werden, wenn sich der Flughafen etabliert habe, sagte Wagner.
15 Lufthansa-Maschinen sollen künftig direkt am Willy- Brandt-Flughafen stationiert sein - es ist laut Konzern die jüngste Teilflotte aller Standorte. "Das bedeutet auch neueste Triebwerke, die besonders treibstoffeffizient und leise sind", sagte Wagner auch im Hinblick auf die massiven Proteste von Fluglärmgegnern.
Mit dem geplanten Nachtflugkompromiss am Hauptstadtflughafen könne die Airline gut umgehen, da derzeit wenig späte oder sehr frühe Flüge geplant seien. Von Mitternacht bis 5.00 Uhr sind am neuen Flughafen keine Landungen und Starts erlaubt. Ausnahmen gelten für Postflugzeuge sowie Regierungsmaschinen und in Notfällen. So sei sichergestellt, dass bei Wetterproblemen alle Flugzeuge noch raus- und reinkämen, betonte Wagner.
Die erste Lufthansa-Maschine, die am Eröffnungstag um 5.30 Uhr vom neuen Flughafen abheben wird, wird den Namen der Hauptstadt tragen. Der Riesen-Airbus A380 soll wenige Tage vor dem 3. Juni vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auf "Berlin" getauft werden.


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