Löning fordert mehr Spenden für Pakistan: Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, fordert die Deutschen zu mehr Spenden für die Flutopfer in Pakistan auf. Es fehle weiter an Nahrung, Unterkünften und medizinischer Versorgung, sagte der FDP-Politiker, der derzeit in Pakistan ist, am Freitag im Deutschlandfunk.
Vergrößern Löning fordert mehr Spenden für Pakistan | Bild: © ddp

«Ich kann da nur ausdrücklich noch mal appellieren, wirklich an die Kinder zu denken, an die Frauen und Familien zu denken, die davon betroffen sind.» Wenn jetzt geholfen werde, könne verhindert werden, dass sich Krankheiten ausbreiteten und dass viele Kinder sterben müssten.

Mit Blick auf die Kritik von SPD-Fraktionsvize Gernot Erler, Außenminister Guido Westerwelle (FDP) habe die Dimension der Katastrophe viel zu spät erkannt, sagte Löning: «Das muss ich zurückweisen.» Es sei sehr schnell geholfen worden. Als die ersten Anträge von Hilfsorganisationen eingingen, sei «innerhalb von Stunden Geld zugesagt worden vonseiten des Außenministeriums und auch vonseiten des Entwicklungsministeriums».

Auch der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rudolf Seiters, sagte im Bayerischen Rundfunk: «Wir haben eine sehr gute Unterstützung vom Auswärtigen Amt und auch vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.»

Laut einer Umfrage von Infratest dimap wollen 58 Prozent der Deutschen indes nicht für die Opfer der Flutkatastrophe spenden. Seiters mahnte im «Tagesspiegel» (Freitagausgabe) eine genaue Kontrolle der Mittel an. Die Bundesregierung und humanitäre Organisationen müssten strikt darauf achten, 'dass die Gelder direkt bei den Bedürftigen ankommen».

ddp