Letzte Kohle im Nordfeld des Bergwerks Saar gefördert: Im Nordfeld des Bergwerks Saar ist die letzte Kohle gefördert worden. Dies sei ein «wichtiger Meilenstein» auf dem Weg zum endgültigen Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau an der Saar, sagte Bergwerksdirektor Friedrich Breinig am Donnerstag nach der offiziell letzten Grubenfahrt im Flöz Grangeleisen vor der Belegschaft des Bergwerks.
Vergrößern Letzte Kohle im Nordfeld des Bergwerks Saar gefördert | Bild: ©

Der Streb 20.5 Ost im Flöz Grangeleisen war acht Monate lang in Betrieb und lieferte in dieser Zeit rund ein halbe Million Tonnen Kohle.

Nach den schweren Erderschütterungen am 23. Februar 2008 ruhte auch der Abbau im Grangeleisen in Folge eines kompletten Förderstopps. Auf der Basis eines Auslaufkonzepts konnte die Förderung im Nordfeld am 2. April 2008 wieder aufgenommen werden. Seither sei es zu keinen weiteren schweren Erderschütterungen gekommen, betonte Breinig. Der nun beendete Abbau im Nordfeld war Bestandteil eines Konzepts zum sozialverträglichen Ausstieg aus dem Saar-Bergbau bis Mitte 2012.

Mit der planmäßigen Einstellung der Kohleförderung endet die fast 70 Jahre dauernde Kohleförderung in der Region um Hülzweiler und Saarwellingen. Bis zum endgültigen Ende des Saarbergbaus soll jetzt noch das Feld Dilsburg Ost im Flöz Wahlschied bei der Gemeinde Reisbach abgebaut werden.

ddp