Die hübsche junge Dame mit dem dunklen langen Haar hatte die wechselnden Juroren um Jury-Chef Stefan Raab seit Beginn des Casting-Wettbewerbs von ProSieben und ARD zu Lobesyhymnen hingerissen. Sie fiel vor allem durch ihre außergewöhnliche Songwahl mit eher alternativen Pop- und Swingnummern, ihren Tanzstil und ihre ansteckende Bühnenpräsenz auf. Ihre Stimme erinnert an die der isländischen Sängerin Björk. Ähnlich wie sie hat Lena auch das Image der ein wenig Durchgeknallten, der «verrückten Nudel».
Nach ihrem ersten Auftritt mit ihrem Lieblingssong «My Same» der britischen Künstlerin Adele Anfang Februar wedelte Lena vor Erleichterung wild mit den Armen, sprang über die Bühne und schrie: «Ich war so unglaublich nervös». Kaum glauben konnten manche, dass die selbstbewusste und schlagfertige Kandidatin zuvor noch nie auf einer größeren Bühne gestanden hatte. «Ich wollte mal gucken, wie das so abläuft so ein Casting», hatte sie erklärt.
Lena Meyer-Landrut wurde am 23. Mai 1991 in Hannover geboren. Ihr Großvater Andreas Meyer-Landrut war in den 80er Jahren deutscher Botschafter in Moskau und später Leiter des Bundespräsidialamtes unter Richard von Weizsäcker.
Gesangsunterricht nahm die 18-Jährige nie. Dafür tanzt sie seit Jahren. Ihren auffallenden britischen Akzent hat sie sich nach eigenen Worten von ihrem Englischlehrer abgeguckt. Ein Instrument beherrscht Lena nicht. Klavier oder Gitarre würde sie gern spielen, um sich selbst begleiten zu können. Zu ihren musikalischen Vorbildern zählen Clueso, Kate Nash und Adele. Erfahrungen vor der Kamera sammelte Lena bereits als Komparsin in Fernsehserien. Sie liebt Filme von Tim Burton und nennt Falco die größte Musiklegende aller Zeiten.
Marius Müller-Westernhagen hatte Lena schon in der ersten Folge von «Unser Star für Oslo» bescheinigt: «Du hast Starappeal, die Menschen werden dich lieben.» Raab fand sie wahlweise «bezaubernd», «einzigartig» oder «ein bisschen wahnsinnig» und störte sich an dem einen oder anderen schiefen Ton nicht. Und auch Nena lobte: «Ich liebe hysterische, durchgeknallte Leute. (...) Geh' nach Oslo.«
Zu Lenas Stärken zählten bislang auch ihre guten Nerven. Auf die Frage, ob sie nicht wahnsinnig unter Druck stehe bei dem Gedanken, Deutschland in Oslo vor einem riesigen Publikum zu vertreten, sagte sie kürzlich in einem Interview: »Nein. Viel schlechter als in den letzten Jahren kann es mit mir für Deutschland auch nicht laufen.»
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