Die Aktion fand parallel zu den Haushaltsberatungen im Landtag statt. Die Träger Freier Schulen verlangen mehr Geld vom Land und kritisieren, dass bereits einige Schulen in ihrer Existenz bedroht sind. Sie werfen der Landesregierung vor, ihr Versprechen nicht eingelöst zu haben, für jeden Schüler 80 Prozent der Summe zur Verfügung zu stellen, die ein Schüler an einer öffentlichen Schule kostet. Stattdessen sei der Beitrag in den vergangenen Jahren gesunken.

Die Privatschulen sehen sich kaum noch in der Lage, die rechtliche Vorgabe zu erfüllen, das Schulgeld so gering zu halten, dass es sich im Prinzip alle Eltern leisten können, ihre Kinder auf eine Privatschule zu schicken. Koordiniert wurde die Aktion vom Verband Deutscher Privatschulen in Baden-Württemberg.

Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sprach am Dienstag in Stuttgart von einer «nicht berechtigten» Klage der freien Schulträger. Im Vergleich zu allen anderen Ländern sei Baden-Württemberg führend bei der Förderung von Privatschulen. Zudem habe sich der Anteil an den Kindern, die eine Privatschule besuchten, in den vergangenen Jahren auf rund zehn Prozent verdoppelt.

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