Leerstand bringt Leipziger Wohnungsgenossenschaften in Bedrängnis: Der Leipziger Wohnungsmarkt ist trotz positiver wirtschaftlicher Entwicklung noch weit von einem normalen Zustand entfernt. Nach wie vor stünden rund 34.000 Wohnungen in der Messestadt leer, teilten die vier in der Plattform 'Wohnen bei uns' zusammengeschlossenen Leipziger Wohnungsgenossenschaften am Mittwoch mit. Dies bringe die Genossenschaften in Bedrängnis.
Vergrößern Leerstand bringt Leipziger Wohnungsgenossenschaften in Bedrängnis | Bild: © dapd

Leipzig (dapd-lsc).

Berichte über positiven Entwicklungen mit deutlichen Mietsteigerungen und hoher Nachfrage seien auf wenige Toplagen beschränkt und nicht repräsentativ für den Gesamtmarkt, hieß es. Im Gros des Marktes lägen die Nettokaltmieten im Bereich von drei bis sechs Euro je Quadratmeter und stagnierten. Insbesondere das Leerstandsproblem bremse den Leipziger Wohnungsmarkt erheblich.

'Wie einschneidend die Folgen dieser Situation für alle Bestandshalter sind, verdeutlichen die leerstandsbedingten Erlösschmälerungen der Plattformgenossenschaften, die allein in 2011 bei etwa 11,4 Millionen Euro lagen', hieß es in der Mitteilung. Dazu kämen nicht umlagefähige Betriebskosten in Höhe von vier Millionen Euro, die aus den Leerständen resultieren. Allein bei den vier Genossenschaften der Plattform fehlten 15,4 Millionen Euro für Investitionen. Dadurch werde wirtschaftliches Wachstum bei der Wohnungswirtschaft und branchenbezogenen Dienstleistern behindert.

In der Plattform 'Wohnen bei uns' haben sich die Baugenossenschaft Leipzig, die Unitas, die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft und die Wogetra zusammengeschlossen. Sie bewirtschaften nach eigenen Angaben rund 30.000 Wohnungen in der Messestadt.

dapd