Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel scheine aus der derzeitigen Krise auf dem Milchmarkt «nichts gelernt zu haben».
Lautenschläger hatte sich Ende August per Brief an die EU gewandt und gefordert, auf die geplante Quotenanhebung zu verzichten. «Die Zeit für die von niedrigen Milchpreisen gebeutelten Bauern drängt», mahnte die CDU-Politikerin. Es bestehe die Gefahr, dass es viele Bauernhöfe bald nicht mehr gebe. Sie hatte auch vorgeschlagen, die Milchproduktion über ein Milchquoten-Stilllegungsprogramm um fünf Prozent zu verringern. Landwirte sollten dafür mit sechs Cent pro Kilogramm und Jahr entschädigt werden.
Außerdem solle der sogenannte Interventionspreis für Milch zeitlich befristet angehoben werden. Der Interventionspreis ist ein von der EU festgelegter garantierter Mindestpreis für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse. «Dieses Maßnahmenpaket funktioniert natürlich nur im Zusammenspiel aller einzelnen Punkte», betonte die Ministerin: «Wenn die EU jedoch weiter auf stur schaltet, gefährdet sie den Fortbestand der flächendeckenden Landwirtschaft.»
Friedrichsdorf (ddp-hes)


























