Nach Angaben der Grünen werden von den insgesamt 6,5 Millionen Euro Fördergeldern an den Schlachthof Firma Rothkötter, fünf Millionen Euro als Wirtschaftsförderung direkt bewilligt und zusätzliche 1,48 Millionen Euro in die Infrastruktur fließen.
Der emsländische Geflügelkonzern will bis 2011 in Wietze auf einer Fläche von 21 Hektar 150 Mastbetriebe und einen Hähnchenschlachthof errichten. Die geplante Ansiedlung des Schlachthofs hatte bei den Anwohnern zu Protesten geführt.
«Mit dem Geld für den Megaschlachthof hätte man 150 Lehrerstellen für ein Jahr finanzieren können», sagte Meyer. Seinen Angaben zufolge ist die Summe «der höchste Wirtschaftsförderungsbetrag», den das Land Niedersachsen dieses Jahr ausgegeben hat. «Trotz leerer Kassen und Sparnotwendigkeit wird ausgerechnet für die von den Verbrauchern abgelehnte Industrialisierung der Landwirtschaft das Geld weiterhin in vollen Zügen ausgegeben», hieß es weiter.
Angesichts des «steuerfinanzierten Prestigeprojekts» befürchtet Meyer den Bau von weiteren «Agrarfabriken» entlang eines «Hähnchen-Highways» und massive Belastungen für Umwelt und Anwohner. Die Landesregierung müsse nun die Subventionen für die Agrarindustrie einstellen und die ökologische und tiergerechte Landwirtschaft fördern, forderte Meyer.
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