Die Bundeswehr solle zu einer Art Feuerwehr umgebaut werden, die überall in der Welt eingesetzt werden könne, wenn es darum gehe, Menschenleben zu retten oder Katastrophen zu bekämpfen, sagte der Fraktionschef im saarländischen Landtag am Samstag bei einer Veranstaltung seiner Partei in Saarbrücken.
Aufgaben für diese Art neuer Bundeswehr könnten nach den Worten Lafontaines die Bekämpfung der Ölkatastrophe am Golf von Mexiko genauso sein wie Hilfen nach der Überschwemmung in Pakistan oder Brandbekämpfung in Russland. Dies seien Beispiele, «wie Deutschland vorangehen könnte», sagte der Linken-Politiker.
Er sei fest davon überzeugt, junge Menschen dafür begeistern zu können, überall in der Welt zu helfen, fügte Lafontaine hinzu. Es sei viel besser, Katastrophen mit zu bekämpfen, Menschenleben und die Umwelt zu retten, «als in Afghanistan Menschen umzubringen und die Umwelt zu zerstören».
Lafontaine bekräftigte die grundsätzliche Position der Linken , dass die Bundeswehr bei Kriegseinsätzen im Ausland «überhaupt nichts verloren» habe. Die deutschen Streitkräfte müssten eine Verteidigungsarmee bleiben, «wie es im Grundgesetz steht». Zugleich warnte Lafontaine vor der Einführung einer reinen Berufsarmee im Zuge der anstehenden Bundeswehrreform. Aus der Vergangenheit müsse man lernen, dass eine Berufsarmee immer die große Gefahr in sich berge, zum «Staat im Staate zu werden».
ddp


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