Kundgebung erinnert an rechte Brandanschläge in Rudow: Piening rief vor der Kundgebung zu Wachsamkeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auf
Vergrößern Kundgebung erinnert an rechte Brandanschläge in Rudow | Bild: ©

Berlin (ddp-bln). Zum ersten Jahrestag der Brandanschläge auf die Häuser von Einwandererfamilien in Berlin-Rudow findet am Montag (20. April, 17.00 Uhr) eine Kundgebung auf der Rudower Spinne statt. An der Veranstaltung sollen unter anderen der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening sowie die Neuköllner Jugendbezirksstadträtin Gabriele Vonnekold (Grüne) teilnehmen, wie die Veranstalter vom Aktionsbündnis Rudow am Sonntag mitteilten.

Piening rief vor der Kundgebung zu Wachsamkeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auf. Die Solidarität mit den Opfern und die «aktive Ächtung» von Rechtsextremismus seien in jeder Form unverzichtbar, um den Weg in eine demokratische und friedliche Bürgergesellschaft zu ebnen, betonte der Integrationsbeauftragte.

Im März und April vergangenen Jahres waren im Rudower Blumenviertel Brandanschläge auf Wohnhäuser von Familien mit Migrationshintergrund verübt worden. Verletzt wurde niemand. Im Januar verurteilte das Berliner Landgericht die 17 und 19 Jahre alten Täter wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung zu Jugendstrafen von drei Jahren und zehn Monaten sowie vier Jahren und acht Monaten. Die jungen Männer sollen Kontakt zur rechtsextremen Szene gehabt haben und lebten in der Nachbarschaft der Opfer.

(ddp)