Kultusministerin attackiert Lehrergewerkschaft
19.08.2008 | 10:02 UhrHeister-Neumann verwies in diesem Zusammenhang auf die seit Jahren rückläufigen Schülerzahlen. So würden in diesem Schuljahr rund 79 000 Kinder eingeschult. Das seien etwa 10 000 weniger als noch im vergangenen Jahr. Für das Jahr 2018 sei damit zu rechnen, dass es bis zu 150 000 Schüler weniger gibt.
Engpässe in der Unterrichtsversorgung befürchtet die Ministerin nicht, auch nicht durch den Abbau von Lehrerüberstunden, die rund 10 000 Lehrer seit 1998 angehäuft haben. Die flexible Regelung beim Abbau habe zu einer «deutlichen Entschärfung» der Situation geführt. So könnten die Lehrer selbst entscheiden, wie und wann die Überstunden abgegolten werden sollen.
Zudem sei die ständige Verbesserung des Unterrichts, wie sie sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt habe, nicht nur eine Frage der Quantität. Viel hänge von der inhaltlichen Unterrichtsgestaltung ab. «Guter Unterricht ist nicht nur ein Mengenproblem», sagte Heister-Neumann.
Die Ministerin wies auch Kritik an den Bachelor- und Masterstudiengängen für Lehramtsstudenten zurück. Es sei positiv zu bewerten, dass die ersten Jahrgänge ihre Abschlüsse überwiegend problemlos geschafft hätten, sagte Heister-Neumann. Für eine abschließende Bewertung sei es allerdings noch zu früh.
(ddp)
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Heister-Neumann verweist auf die seit Jahren rückläufigen Schülerzahlen
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