Kritik - LEG ging an mehrere Käufer: Linssen weist Kritik zurück
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Düsseldorf (ddp-nrw). Finanzminister Helmut Linssen (CDU) hat Kritik der Opposition an einer angeblichen Verschleierung der Käuferfirmen der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) zurückgewiesen. Die Regierung habe immer mitgeteilt, dass es «mehr als einen Käufer gab», sagte Linssen am Mittwoch in der Fragestunde des Düsseldorfer Landtags. Es sei stets klar gewesen, dass bei einem Verkauf an einen Fonds eine Veräußerung an Untergesellschaften gemeint gewesen sei.

Die SPD wirft Linssen vor, er habe die LEG «offensichtlich an ein Geflecht von Briefkastenfirmen und Strohmännern verscherbelt». Die Mieter der zuvor landeseigenen Wohnungsgesellschaft seien getäuscht worden. Auch der Landtag sei nicht vollständig informiert worden. Linssen habe mehrmals von «einem Käufer» gesprochen.

Die LEG war im Juni 2008 an den Immobilienfonds der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs, Whitehall Real Estate Funds, verkauft worden. Der Gesamtkaufpreis für die LEG mit ihren 93 000 Wohnungen lag bei 787,1 Millionen Euro. Die Mieter und Beschäftigten der LEG sollen laut Landesregierung mit einer Sozialcharta mindestens zehn Jahre lang vor Kündigungen geschützt werden. Opposition und DGB hatten die Privatisierung abgelehnt.

Laut einem Bericht der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» vom Dienstag taucht Whitehall in der Liste der Käufer gar nicht auf. Tatsächlich gebe es vier Käufernamen. An erster Stelle steht laut «WAZ» die «Lancaster GmbH & Co. KG», die bis einen Tag vor dem Deal noch «Vendetta 1 GmbH» geheißen habe. Weitere Kleinfirmen in den Niederlanden und Luxemburg seien ebenso LEG-Käufer. Linssen bestätigte im Landtag diese Käuferfirmen.

(ddp)