Meschede (ots) - Eine Betrugsmasche, die leider immer noch funktioniert: Personen werden per Telefon, Brief oder E-Mail informiert, dass sie zum Beispiel einen hohen Geldbetrag in einem Lotteriespiel gewonnen haben. Jeder freut sich, wenn er so "verlockende" Angebote bekommt. Wenige fragen sich: Kann ich überhaupt etwas gewinnen, wenn ich nicht mitgespielt habe? In den Briefen werden angebliche Gewinne von 899.000 Euro und sogar bis zu mehreren Millionen Euro angekündigt. Um in den Genuss des Gewinns zu kommen, wird der Empfänger aufgefordert, zunächst 5 oder auch 10 Prozent der Gewinnsumme an eine bestimmte Sicherheitsfirma zu überweisen. Das sind mal schnell Beträge bis zu 100.000 Euro. Zusätzlich zu der Zahlung sollen auch sensible persönliche Daten an die "Firma" gegeben werden, um an den Gewinn zu kommen. Stutzig werden sollte man allerdings immer dann, wenn außergewöhnlich hohe Renditen versprochen werden und der Empfänger zunächst in Vorkasse treten soll. Manchmal wird auch Geld für eine Anwaltsgebühr, für Einkommensteuer, Beglaubigungen und Transferkosten, eine Bearbeitungsgebühr oder eine Geldwäschebescheinigung gefordert.Die versendeten Gewinnversprechungen werden im gesamten Bundesgebiet verstreut (Massenbriefe), um möglichst viele Opfer zu finden. Betroffene sollten sich zudem fragen, wo denn das ganze Geld für die vielen Gewinner herkommen soll, wenn niemand bei der Lotterie mitgemacht hat. In jüngster Zeit sind auch im Hochsauerlandkreis Personen von Betrügern abgezockt worden. Die vermeintliche Lotto-Gesellschaft wird in den Mails oder Briefen oft in den Niederlanden angesiedelt, aber auch in Spanien oder Großbritannien. Vorsicht, wenn eine Kontakttelefonnummer angegeben ist. Die Anschriften existieren nicht; bei den Rufnummern handelt es sich um Prepaid-Nummern, deren Anschlussinhaber anonym sind. Die Gesprächskosten bei einem Rückruf können sehr teuer werden. Leisten Sie keine Vorauszahlungen, das Geld ist weg und den vermeintlichen Gewinn sehen Sie nie. Geben Sie Ihre Bankverbindung niemals bekannt, wenn Sie von einer angeblichen spanischen, türkischen oder anderen Lotteriegesellschaft dazu aufgefordert werden. Bankdaten werden grundsätzlich niemals am Telefon oder per Mail abgefragt.
Was sind Anzeichen für Mitteilungen von Betrügern:
- Sie haben kein Los der angeblichen Lotterie gekauft.
- Vor der Gewinnauszahlung sollen Sie Geld für Steuern, Gebühren zahlen.
- Sie sollen ihre Kontoverbindung angeben.
- Sie sollen Ausweiskopien an diese Firmen oder angebliche Banken oder Anwälte verschicken. Betrüger können mit Ihren Ausweisdaten strafbare Geschäfte tätigen, Polizei und Betrogene wenden sich dann an Sie. Ihre Schufa wird wegen Zahlungsverzugs mit negativen Einträgen überschwemmt. Sie werden evtl. keinen Handyvertrag, ja vielleicht keine neue Wohnung mehr bekommen.
- Die Betrüger setzen Sie unter Zeitdruck, ansonsten verfällt der "Gewinn".
- Als Kontaktadressen sind Postfächer, E-Mail-Adressen oder Telefon-nummern angegeben.
- Nachbarn, Bekannte oder Freunde sind ebenfalls "glückliche Gewinner".
- Wenn Sie einmal einen Betrag bezahlt haben, werden Sie mit immer neuen fadenscheinigeren Begründungen zu weiteren Zahlen aufgefordert.
Sollten Sie auch nur den geringsten Zweifel an ihrem Gewinn haben, wenden Sie sich an ihre zuständige Polizeidienststelle!
Originaltext: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/pm/65847 Pressemappe via RSS : http://www.polizeipresse.de/rss/dst_65847.rss2
Rückfragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis Stefan Trelle Telefon: 0291-9020-1215 Fax: 0291-9020-1232 E-Mail: pressestelle.hochsauerlandkreis@polizei.nrw.de


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