Stuttgart (dpa) - Die größte deutsche Landesbank zieht erste Konsequenzen aus den Ermittlungen gegen amtierende und frühere Manager der LBBW wegen schwerer Untreue. Der demnächst auslaufende Vertrag von Risiko-Vorstand Bernhard Walter wird nicht verlängert, wie die Deutsche Presse-Agentur dpa am Dienstag in Stuttgart aus Kreisen der LBBW-Aufsichtsgremien erfuhr. Darauf habe man sich intern verständigt.
Zahl der Firmenpleiten steigt - Forderungen auf Rekordhoch
Wiesbaden (dpa) - Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland steigt weiter. Im September meldeten die deutschen Amtsgerichte 2910 Unternehmensinsolvenzen, das sind 17,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Mehrere besonders große Firmenpleiten trieben zudem die offenen Forderungen der Gläubiger auf ein Rekordniveau. Allein für die im September erfassten Pleiten bezifferten die Gerichte die ausstehende Summe auf 42,6 Milliarden Euro. Im Vorjahresmonat lag diese Summe bei 2,8 Milliarden Euro. Ursache ist vor allem der Zusammenbruch mehrerer Firmen aus der Arcandor-Gruppe.
Gespräche über Zukunft des Daimler-Standorts Sindelfingen
Sindelfingen (dpa) - Der verbindliche Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen ist Hauptstreitpunkt bei den Gesprächen über die Zukunft des Daimler-Standortes Sindelfingen. Die Vertreter von Werksleitung und Vorstand weigerten sich bislang, die von Daimler-Chef Dieter Zetsche angekündigte Jobgarantie auch schriftlich zu vereinbaren, ließ Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm über eine Sprecherin am Dienstag wissen. Die Arbeitnehmervertreter verlangen, dass bis 2020 keine Mitarbeiter betriebsbedingt gekündigt werden. Der Konzern will die C-Klasse-Produktion nach Bremen und ins US-Werk in Tuscaloosa (Alabama) verlagern.
Studie: CO2-Emissionen mit Hilfe von IT verringern
Stuttgart (dpa) - Die deutsche Industrie kann laut einer Studie bis 2020 rund ein Viertel ihres Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase mit Hilfe intelligenter Software einsparen. Das wären 207 Millionen Tonnen weniger als in diesem Jahr, heißt es in der Studie «Smart 2020 Deutschland», die am Dienstag beim IT-Gipfel vorgestellt wurde.
Autobauer nehmen wieder Fahrt auf
München (dpa) - Die deutschen Autobauer Mercedes, BMW und Audi haben im November wieder Fahrt aufgenommen. Alle drei schafften im Vergleich zum Vorjahresmonat einen deutlichen Absatzzuwachs. Während Audi aber auch im Vorjahr noch leicht gewachsen war, steckten Daimler und BMW schon damals mitten in der Absatzkrise. Sie kommen also von einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Brüssel prüft Verträge zwischen Staat und Bahn
Brüssel (dpa) - Die Europäische Kommission nimmt möglicherweise überteuerte Verträge zwischen den Bundesländern Berlin und Brandenburg mit der Deutschen Bahn unter die Lupe. Ein Ergebnis des Beihilfeverfahrens werde für Anfang nächsten Jahres erwartet, hieß es am Dienstag in Brüssel aus Kommissionskreisen. Das Verfahren richtet sich wie alle Beihilfeverfahren gegen die Bundesregierung.
Bauwirtschaft mit Umsatzminus trotz staatlicher Hilfen
Berlin (dpa) - Die deutsche Bauwirtschaft erwartet trotz milliardenschwerer staatlicher Hilfen in diesem Jahr ein Umsatzminus von fast fünf Prozent. Die Konjunkturprogramme wirkten sich zwar positiv auf den öffentlichen Bau aus. Dessen Entwicklung werde aber die Konjunktureinbrüche beim Wohnungs- und Wirtschaftsbau nicht ausgleichen können, teilte der Zentralverband Deutsches Baugewerbe am Dienstag mit. Insgesamt dürfte ein Umsatz von 81,6 Milliarden Euro erreicht werden. Die Zahl der Beschäftigten werde nach Septemberstand im Schnitt um 16 000 auf 689 000 sinken, insgesamt ist mit durchschnittlich 685 000 Beschäftigten zu rechnen (minus 2,9 Prozent).
Neue Hiobsbotschaften aus Dubai belasten Dax
Frankfurt/Main (dpa) - Neue Hiobsbotschaften aus Dubai haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag unter Druck gebracht. Der Leitindex Dax, der zunächst zwischen leichten Gewinnen und Verlusten pendelte, büßte bis zum Nachmittag 1,92 Prozent auf 5674 Punkte ein. Der MDax verlor ebenfalls 1,92 Prozent und sank auf 7293 Punkte. Der TecDax gab um 0,53 Prozent auf 811 Zähler nach.




























