Hamburg (ddp-nrd). Esoterik und Aberglaube stehen bei vielen Menschen hoch im Kurs: Tageszeitungen drucken täglich Horoskope. Wahrsager und Wünschelrutengeher machen Geld mit unhaltbaren Behauptungen. Und dubiose Alternativmediziner behandeln Patienten nicht selten mit angeblich wissenschaftlichen Methoden. Mit den Grenzen zwischen echter Erkenntnis und bloßer Vermutung, zwischen Wissenschaft und esoterischem Hokuspokus beschäftigt sich ab Donnerstag (21. Mai) die Jahreskonferenz der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) in Hamburg.

Nach Angaben einer Sprecherin wollen sich im Völkerkundemuseum rund 100 Wissenschaftler und Interessierte unter anderem über das Schwerpunktthema «Wissenschaft unter Beschuss» austauschen. Den Auftakt macht am Donnerstag der Publikumstag unter dem Motto «Warum die Uhr stehen blieb, als Opa starb - Das Übersinnliche auf dem Prüfstand».

Neben Deutschlands bekanntestem Kriminalbiologen Mark Benecke, der über das «Rätsel der spontanen menschlichen Selbstentzündung» referiert, reist aus Italien Massimo Polidoro an. Der Psychologe und «Geisterjäger» öffnet den Angaben zufolge exklusiv sein Archiv wahrer X-Akten und gewährt Einblicke in seine spektakulärsten Fälle - von Poltergeistern über Blutwunder und Totenflüsterer bis zu Ufos und Kornkreisen.

Ebenso feiert das Bühnenstück «Die Wahrheit bringt Heilung - Ein ironisch wissenschaftliches Ding über die scheiß Esoterik» der Wiener Künstler Anne Frütel und Jörg Wipllinger seine Deutschlandpremiere. Das Werk wird zweimal im Rahmen der dreitägigen Konferenz aufgeführt.

Die GWUP ist ein Zusammenschluss von rund 900 Wissenschaftlern und wissenschaftlich Interessierten, die sich für die kritische Aufklärung über Esoterik, Pseudowissenschaften und angeblich übersinnliche oder scheinbar unerklärliche Phänomene engagieren.

(gwup.org)

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