Kinderlärm - «Natürlich und unvermeidbar»: Grüne wollen Klagen gegen Kinderlärm Boden entziehen Die Grünen im hessischen Landtag wollen juristische Klagen gegen Kinderlärm künftig unmöglich machen. Die Fraktion wolle gesetzlich regeln, dass «Kinderlachen und temperamentvolles Spielen» nicht mehr rechtlich verboten werden können, sagte der Grünen-Familienexperte Marcus Bocklet am Mittwoch in Wiesbaden. Es dürfe nicht sein, dass Kinderfreundlichkeit immer nur in Sonntagsreden verlangt werde.
Vergrößern Kinderlärm - «Natürlich und unvermeidbar» | Bild: ©

Da es bisher keine gesetzliche Regelung gebe, könnten laute Kinderschreie gerichtlich verurteilt werden wie Gewerbelärm, betonte Bocklet. Dadurch komme es zu Verboten oder Einschränkungen in Kindertagesstätten oder auf Spielplätzen.

Der Gesetzesentwurf schreibe vor, dass durch kindliches Spielen verursachter Lärm als natürlich und unvermeidbar akzeptiert werden müsse. Die Bewegungsfreiheit von Kindern dürfe nicht der Willkür anderer unterworfen werden, fügte Bocklet hinzu.

Wiesbaden (ddp-hes)