Das Kraftwerk der RWE-Tochter Essent in Eemshaven soll das größte der Niederlande werden und insgesamt 2,9 Milliarden Euro kosten. Protest dagegen gibt es von Umweltschützern beiderseits der Grenze. Das Gericht hatte am Mittwoch bemängelt, dass die Auswirkungen des Kraftwerks auf die Natur insbesondere auf den ostfriesischen Inseln nicht ausreichend untersucht worden seien.

Wie die Provinz Groningen am Freitag mitteilte, könne RWE die vom Gericht bemängelten Unklarheiten in Bezug auf den Umweltschutz bei einer erneuten Beantragung der Genehmigungen nachbessern. Es gebe keinerlei Auswirkungen auf die Umwelt, die im Moment einen Baustopp rechtfertigten.

RWE-Sprecherin Annett Urbaczka sagte dazu in Essen: "Wir begrüßen das sehr. Dies ist ein gutes Zeichen für den Fortgang des Projekts." Essent werde sich nun darum kümmern, neue Anträge vorzubereiten.

Die Niederlande sehen in dem Bau des Kraftwerks einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung des Landes und wollen, dass es gebaut wird, hatte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Den Haag erklärt. Der Bau hatte 2009 begonnen.