Die Initiative zu dem Treffen war von Herford und Paderborn ausgegangen. Die beiden Städte halten mit zusammen mehr als 21 Prozent die größten Anteile an der EWA unter den kommunalen Aktionären. Die restlichen kommunalen Anteile von knapp 16 Prozent verteilen sich auf 35 weitere Kommunen. 63 Prozent an der EWA sind im Besitz der Eon Energie AG in München. Vergangene Woche hatten Eon und die beiden Städte gemeinsam mitgeteilt, dass bereits Sondierungsgespräche begonnen hätten.
Im besten Fall entstünde in der Region ein großer kommunaler Netzbetreiber, der die Durchsetzung der Energiewende mit Blick auf eine dezentrale Energieerzeugung effektiv vorantreiben könne, hieß es am Donnerstag weiter. "Positiv wäre auch, dass der Wert der jetzigen Anteile abgesichert würde." Ein Scheitern der Verhandlungen sei aber möglich, wenn sich keine wirtschaftlich vertretbare Perspektive für das Unternehmen abzeichnen sollte.
Die Kommunen sind in der "Kommunalen Arbeitsgemeinschaft" organisiert. Deren Aktionärsausschuss soll sich nun in den nächsten drei Wochen verständigen, wie die Gespräche ablaufen sollen. Diese sollen mit der Eon Energie AG zügig aufgenommen werden. Man sei außerdem offen für weitere kommunale Partner, erklärten die Bürgermeister von Paderborn und Herford.
Hintergrund der Bestrebungen ist, dass sich viele Kommunen im Zuge der Energiewende wieder stärker bei der Versorgung engagieren wollen. Da für viele Stromverteilnetze die Vergabe der Konzessionen aktuell wieder ansteht, sehen die Städte und Gemeinden hier eine Wiedereinstiegsoption.


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