Groß Kiesow/Schwerin (dapd-nrd). Nach einem nassen und zu kalten Frühjahr sei das Kraut im Hitzemonat Juli sehr schnell abgestorben, so dass die Pflanzen nicht mehr zu kräftigem Wachstum gelangten. Lediglich einige Spätsorten hätten vom regenreichen August profitiert und noch einmal kräftig zugelegt. Sie rechne mit einem Ertrag von etwa 300 Dezitonnen je Hektar.
Die Agrargesellschaft hat in diesem Jahr auf fast 300 Hektar Kartoffeln angebaut. Wegen der günstigen klimatischen Verhältnisse seien die Erdäpfel aus Ostvorpommern besonders begehrt, sagte Schwanz. Kartoffeln heißen in der Gegend 'Tüften', vermutlich in Anlehnung an das niederdeutsche Wort 'Kartüffel'. Jeweils ein Drittel der Ernte wird zur Weiterverarbeitung an den Lebensmittel-Hersteller Pfanni in Stavenhagen sowie an die Emsland Stärke im Kyritz/Brandenburg geliefert. Der Rest seien Pflanzgut-Kartoffeln. Auf den Äckern bei Groß Kiesow werden 36 verschiedene Sorten für andere Agrar-Unternehmen angebaut.
Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) hat sich der Kartoffelanbau gegenüber den Vorjahren stabilisiert. In diesem Jahr wurden sie auf 17.700 Hektar angebaut. Das entspricht etwa einem Anteil von 1,3 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche. Jährlich werden im Nordosten etwa 600.000 Tonnen Knollen geerntet. Seit 1991 seien im Nordosten 34 Unternehmen mit etwa 90 Millionen Euro gefördert worden, um Lagerung, Aufbereitung, Abpackung und Verarbeitung von Kartoffeln zu modernisieren, erklärte Backhaus.
dapd





























