«Wenn wir es wie im vergangenen Jahr schaffen, Teamgeist zu zeigen und an unsere Grenzen zu gehen, können wir das Halbfinale erreichen», sagte Teamchefin Barbara Rittner vor der Partie in Brünn.
Führen wird die deutsche Auswahl die Weltranglisten-49. Andrea Petkovic, die erstmals unter den besten 50 der Welt steht. Sie konnte aber gegen keine der tschechischen Einzelspielerinnen bisher gewinnen. Mixed-Wimbledonsiegerin Anna-Lena Grönefeld, im Doppel stärker als im Einzel, eröffnet die Partie als deutsche Nummer zwei gegen Lokalmatadorin Lucie Safarova. Die Weltranglisten-46. will sich dann ein nachträgliches Geschenk zu ihrem 23. Geburtstag bereiten und ihren knappen Sieg über Grönefeld vor einem Monat in Brisbane wiederholen. Danach trifft Petkovic auf Petra Kvitova, wie die Auslosung ergab.
Die Darmstädterin muss gegen Linkshänderin Safarova spielen, danach tritt Grönefeld gegen Kvitova an, gegen die sie wie gegen Safarova eine negative Bilanz hat. Für das abschließende Doppel nominierte Rittner Kristina Barrois und Tatjana Malek, für Tschechien sind bisher Lucia Hradecka und Kveta Peschke vorgesehen. Mit der erfahrenen Peschke hat Rittner noch selbst zusammengespielt. «Tschechien hat ein starkes, ausgeglichenes Team und darüber hinaus natürlich auch den Heimvorteil, aber wir glauben an unsere Chance», meinte Rittner vor dem Auftritt in der Hauptstadt von Mähren.
Die Weltranglisten-25. Lisicki fehlt, weil sie lieber beim mit 220 000 Dollar dotierten WTA-Turnier im thailändischen Pattaya aufschlägt. Rittner erklärte, «auf jeden Fall» könne sie die Begründung der Berlinerin nachvollziehen, die bisher stets zur Verfügung stand und im Vorjahr zur Rückkehr in die Weltgruppe der besten Acht beitrug. Doch die DTB-Teamchefin räumte ein: «Natürlich bin ich auch enttäuscht, denn Sabine hätte uns mit Sicherheit weitergeholfen. Gut nur, dass hinter ihr fünf bis sechs weitere Spielerinnen stehen, die Weltgruppenformat haben.»
Auch Angelique Kerber ist nicht dabei, obwohl sie bei den Australian Open mit ihrem Drittrunden-Einzug beste Deutsche war. Rittner vertraut jenen Spielerinnen, die 2009 mit 3:2-Erfolgen über die Schweiz und China den unerwarteten Aufstieg in die Erstklassigkeit perfekt gemacht hatten. Sollte auch in Brünn ein Sieg gelingen, wäre Ende April Cup-Verteidiger Italien oder die Ukraine Halbfinalgegner. Bei einer Niederlage droht im schlimmsten Fall ein Relegationsspiel gegen die wieder erstarkte Damen-Tennis-Großmacht Belgien. Ob Lisicki dann zurückkehren wird, hängt laut Ritter davon ab, wie die Partie, der Austragungsort und der Bodenbelag in ihren Turnierplan passen.
Brünn (dpa)


























