Von der Entscheidung des Kartellamts seien 700 Arbeitsplätze in Osnabrück und im polnischen Zary bedroht.
Die Dachsparte sei durch Aufträge von Mercedes, Renault, BMW und Bentley bis 2014 ausgelastet, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters Ottmar Hermann auf ddp-Nachfrage. «Die Dachsparte hat nur dann eine Perspektive, wenn es gelingt, eine Lösung im Einklang mit den Automobilherstellern zu finden», sagt er.
Der Betriebsrat sprach in der Mitteilung davon, dass die Insolvenzverwaltung bereit sei, die Dachsparte selbstständig weiter zu führen. «Das wäre ein Mittelding», meinte der Sprecher. Eine Stellungnahme des Insolvenzverwalters steht noch aus.
Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, hatte zuvor im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» die Entscheidung seiner Behörde verteidigt. «Arbeitsplätze sind ein wichtiges politisches Argument. Aber für uns steht der Wettbewerb im Vordergrund», sagte er. Es gebe zudem «durchaus Hinweise, dass es ernsthafte Interessenten gibt, die das Unternehmen erwerben könnten». Wenn das Kartellamt die geplante Fusion zugelassen hätte, «gäbe es in ganz Europa nur noch zwei - zudem gleich starke - Firmen, die solche Cabriodächer produzieren».
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