Kampagne 'Hamburg steht auf!' will Zeichen gegen Rassismus setzen: Eine Woche lang soll aus Hamburg ein bundesweites Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt werden. Anlässlich der Kampagne 'Hamburg steht auf!' sind vom 16. bis 24. März Lesungen, Konzerte und Schulprojekte geplant, wie der Verein 'Laut gegen Nazis' am Dienstag in der Hansestadt mitteilte.
Vergrößern Kampagne 'Hamburg steht auf!' will Zeichen gegen Rassismus setzen | Bild: © dapd

Hamburg (dapd-nrd).

Ziel sei, über das Thema Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit aufzuklären und sich dagegen stark zu machen, sagte Vereinsleiter Jörn Menge. In der Bevölkerung, aber auch in der Politik gebe es eine gewisse Ignoranz gegenüber dem Rechtsextremismus. 'Das haben auch die Anschläge der Zwickauer Neonazis gezeigt. Wir wollen die Menschen wieder wachrütteln und für das Thema sensibilisieren', sagte Menge.

Die Kampagne wird von 150 Partnern, zahlreichen Initiativen und Prominenten unterstützt, darunter TV-Koch Tim Mälzer und der Hamburger Sänger Lotto King Karl. Die Aktion findet anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Bundesweit sind Veranstaltungen in mehr als 300 Städten und Gemeinden geplant.

In Schulen stehen Workshops auf dem Programm, in denen die Jungen und Mädchen durch Theaterstücke, Kunstprojekte oder auf musikalische Art mit dem Thema Rassismus konfrontiert werden. Zudem beteiligen sich die Hamburger Fußballvereine FC St. Pauli und HSV an der Projektwoche. So plant der FC St. Pauli am 17. März beim Heimspiel gegen den SC Freiburg eine Aktion im Stadion. 'Das ganze Stadion wird stehen und so zeigen, dass Rassismus und Gewalt kein Platz im Sport und der Gesellschaft hat', sagte Vereinspräsident Stefan Orth.

Die Hamburger Kampagne ist die deutschlandweit umfangreichste Aktion, die im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus stattfindet. Die Wochen gegen Rassismus sollen an einen UN-Gedenktag am 21. März erinnern. 1960 kam es an diesem Tag in Südafrika zum Massaker von Sharpeville, bei dem 69 Menschen getötet wurden.

dapd