Jeder vierte Todesfall ist auf ein Krebsleiden zurückzuführen: In Deutschland ist 2010 jeder vierte Todesfall Folge eines Krebsleidens gewesen. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen war Krebs damit erneut die zweithäufigste Todesursache, bei Menschen im mittleren Alter (45 bis 64 Jahre) sogar die häufigste, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.
Vergrößern Jeder vierte Todesfall ist auf ein Krebsleiden zurückzuführen | Bild: © dapd

Wiesbaden (dapd). Seit 1998 ist die Zahl der jährlichen Todesfälle infolge von Krebs fast kontinuierlich leicht gestiegen.

Insgesamt starben 2010 an bösartigen Tumoren 218.889 Menschen. Häufigste Krebsart war wie bereits in den vergangenen Jahren Lungen- und Bronchialkrebs (42.972 Todesopfer), gefolgt von Brustkrebs (17.573 Todesopfer), Dickdarmkrebs (17.161 Todesopfer) und Bauchspeicheldrüsenkrebs (15.488 Todesopfer), wie die Statistikbehörde anlässlich des Weltkrebstages am (morgigen) Samstag mitteilte.

Betroffen waren etwas mehr Männer (118.202) als Frauen (100.687). Bei den Männern war Lungen- und Bronchialkrebs die häufigste Krebsart mit Todesfolge, bei den Frauen dominierten Brustkrebserkrankungen. Fast ein Viertel (23 Prozent) der 2010 an Krebs gestorbenen Menschen war jünger als 65 Jahre. 192 Kinder erlagen einem Krebsleiden.

Bundesweit wurden 1.483.992 Menschen 2010 wegen Krebs im Krankenhaus behandelt, 674.522 Frauen und 809.430 Männer. Knapp 40 Prozent von ihnen waren zwischen 25 und 65 Jahre alt. Die häufigste Diagnose bei den Frauen war eine Krebserkrankung der Brust. Bei den Männern war der häufigste Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt ein Lungen- und Bronchialkrebs.

dapd