In Japan sei Rakuten bereits die unbestrittene Nummer Eins im Internet und ein Schwergewicht im Onlinehandel. Mikitani zufolge kann sein Unternehmen Zukäufe in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe ohne Probleme stemmen. In den vergangenen Jahren hat Rakuten die kanadische E-Book- und E-Reader-Firma Kobo, die britische Play Holdings, den französischen Online-Händler Priceminister sowie den US-Onlinehändler Buy.com gekauft.
Deutschland spielt dem Manager zufolge beim Angriff auf Amazon eine Schlüsselrolle. Im vergangenen Jahr hatte Rakuten 80 Prozent der Anteile an der E-Commerce-Plattform Tradoria erworben. Das Bamberger Unternehmen ist mit 4.400 aktiven Online-Händlern und über acht Millionen Produkten nach eigenen Angaben einer der führenden Anbieter von Mietshops im Internet.
Rakuten hat außerdem eine Partnerschaft mit der Metro -Tochter Media-Saturn bei der Vermarktung von elektronischen Büchern und Lesegeräte. Auch in Frankreich und in Großbritannien kooperiert das Unternehmen mit großen Handelsketten. "Im Gegensatz zu Amazon bunkern wir die Endkundenkontakte nicht, sondern wir teilen sie mit unseren Partnerfirmen", sagte Mikitani.
Von dem Siegeszug des E-Books ist Mikitani überzeugt. In naher Zukunft werde es einen Marktanteil von 70 Prozent in Europa haben. Auch in Deutschland dürfte sich der E-Book-Markt sehr schnell entwickeln. "2012 wird sich das Wachstum vervielfachen."


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