Japan, Australien und Südkorea lösen WM-Tickets: Hamburg (dpa) - Japan, Australien und Südkorea haben es schon geschafft: Das Trio aus der Asien-Zone hat sich vorzeitig für die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika qualifiziert.
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Hamburg (dpa) - Japan, Australien und Südkorea haben es schon geschafft: Das Trio aus der Asien-Zone hat sich vorzeitig für die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika qualifiziert.

Die Japaner lösten das Ticket zur vierten WM-Teilnahme in Serie durch einen 1:0 (1:0)-Auswärtserfolg in Taschkent gegen Usbekistan. In derselben Asien-Gruppe 1 reichte Australien bereits ein 0:0 in Doha gegen Katar. Beide Mannschaften haben jeweils 14 Punkte und sind damit von den Konkurrenten der fünfköpfigen Gruppe nicht mehr von den ersten beiden Plätzen zu verdrängen. Südkorea, Mitgastgeber 2002, sicherte sich als erstes Team in Gruppe 2 die Fahrkarte dank eines 2:0-Sieges bei den Vereinigten Arabischen Emiraten.

In Europa steuert England unbeirrt auf WM-Endrundenkurs. Die «Three Lions» des italienischen Trainers Fabio Capello feierte einen souveränen 4:0 (2:0)-Erfolg über Gastgeber Kasachsten und damit bereits den sechsten Sieg in Serie. Gareth Barry (40.), Emile Heskey (45.+1), Wayne Rooney (72.) und Frank Lampard per Elfmeter (77.) sorgten in Almaty für die Treffer. Glamour-Star David Beckham wurde von Capello eine Viertelstunde vor Schluss für Glen Johnson eingewechselt. In der Gruppe 6 der Europa-Zone behaupten die Engländer mit nunmehr 18 Punkten klar ihre Führung. «Unser Hauptziel ist es, uns zu qualifizieren, je früher umso besser», meinte Lampard, nachdem die Engländer bei der EM im vergangenen Jahr zum Zuschauern verdammt gewesen waren.

Das erlösende Tor für die Japaner, die 2006 ebenfalls als erste Nation die Fahrkarte zur WM-Endrunde geholt hatten, erzielte Shinji Okazaki bereits in der neunten Minute. In der 89. Minute sah Japans Makoto Hasebe die Rote Karte, dennoch blieb das Team von Trainer Takeshi Okada auch im fünften Spiel in Serie und seit nunmehr 490 Minuten ohne Gegentor.

Ebenso wie den Japanern, für die 2006 in der Vorrunde Schluss gewesen war, ist auch den «Aussies» das Ticket nach Südafrika nicht mehr zu nehmen. «Wir könnten nicht glücklicher sein», übermittelte Verbandschef Ben Buckley aus Doha, während die australischen Fans die zweite Qualifikation für eine WM-Endrunde nacheinander in «down under» feiern durften. «Ich bin sicher, dass alle (Trainer) Pim Verbeek, seinem Betreuerstab und den Qantas Socceroos zu diesem wundervollen Ergebnis gratulieren», meinte Buckley.

Südkorea machte den Einzug mit zwei Toren im Al-Matkoum-Stadion in Dubai perfekt. Dank Chu Young Park (5. Minute) und Sung Yueng Ki (37.) bezwangen die Südkoreaner die Emirate, die weiter auf den ersten Sieg warten, souverän. Südkorea (14 Punkte) ist in Gruppe 2 nicht mehr von einem der beiden ersten Plätze zu verdrängen, da die Verfolger Nordkorea (11) und Saudi-Arabien (10) noch gegeneinander spielen.

«Fußball-Zwerg» Liechtenstein wäre dagegen in der Deutschland-Gruppe fast eine Überraschung gelungen. Gegen Finnland erzielte Mario Frick (13.) das erste Tor der Liechtensteiner im sechsten WM-Qualifikationsspiel zur Führung der Gäste. Mikael Forsell (33.) und Jonathan Johansson (71.) hielten letztlich aber die Hoffnungen der Finnen aufs Weiterkommen aufrecht. Und Liechtenstein muss weiter auf den ersten Sieg warten.

Deutschland führt die Tabelle der Gruppe 4 mit 16 Punkten vor Russland (12) an, hat mit sechs Spielen aber eine Begegnung mehr absolviert als die Russen. Dritter ist Finnland mit zehn Punkten in fünf Spielen vor Wales mit neun Zählern in sieben Spielen.

Auf den ersten Sieg in der Qualifikation wartet unterdessen Berti Vogts mit der Nationalmannschaft Aserbaidschans. Vor heimischer Kulisse in Baku unterlagen seine Schützlinge den Gästen aus Wales mit 0:1 (0:1). Für das einzige Tor der Partie sorgte David Edwards kurz vor der Pause. Aserbaidschan erzielte aus fünf Spielen damit nur einen Zähler.