Peking (apn).
Die Prognose für das laufende Jahr hob der Währungsfonds mit Sitz in Washington an. Er erwartet nun ein globales Wirtschaftswachstum von 4,6 Prozent statt wie bisher von 4,2 Prozent. Für Deutschland korrigierte der IWF die Prognose gegenüber der April-Schätzung um 0,2 Punkte nach oben auf 1,4 Prozent.
Die Euro-Staaten müssten die Schuldenprobleme schnell lösen und das Vertrauen in ihre Banken wieder herstellen, forderte der IWF. «Weitere glaubwürdige und entschiedene Schritte sind notwendig, um den Fortschritt zu mehr Finanzstabilität wieder aufzunehmen und die wirtschaftliche Erholung in der Spur zu halten», sagte Viñals.
Die Risiken beschränken sich nach den Angaben des IWF bislang auf den Finanzsektor. Die Aktivität in allen anderen Bereichen habe sich im Mai auf hohem Niveau stabilisiert. Industrie und Handel wüchsen im zweistelligen Prozentbereich. «Die Zahlen sind stark, stärker als von uns vorausgesagt», erklärte IWF-Konjunkturforscher Olivier Blanchard.
Vor allem die Wirtschaft in Asien erhole sich massiv, dank hochfliegender Exporte und stärkerer Inlandsnachfrage, erläuterte der Währungsfonds. Er sagte nun ein Wachstum (richtig) von 10,5 Prozent in China voraus, nach 10 Prozent in der April-Prognose. 2011 könnte nach den Schätzungen des IWF die chinesische Konjunktur dann aber auf einstellige Werte sinken; prognostiziert werden noch 9,6 Prozent.
Für Japan erwartet der Währungsfonds für das laufende Jahr 2,4 Prozent statt 1,9 Prozent, für Indien 9,4 Prozent statt 8,8 Prozent mehr Wirtschaftsleistung. Das Inlandsprodukt in den USA soll um 3,3 Prozent wachsen, um 0,2 Punkte schneller als bisher vorausgesagt. Für die Eurozone blieb der Wert unverändert bei 1 Prozent. Die Schätzung für Großbritannien senkte der Währungsfonds um 0,1 Prozentpunkt auf 1,2 Prozent.
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