Ingolstadt (dapd).
Um den Betrieb der insolventen deutschen Tochtergesellschaften der Schweizer Petroplus, dem ehemals größten unabhängigen Raffineriebetreiber Europas, fortführen zu können, brauche man einen Investor, erklärte Jaffé. Der Schwerpunkt der Arbeit liege nun auf dieser Suche.
Die Raffinerie in Ingolstadt soll ab Donnerstag in einen Stand-by-Modus versetzt werden, aus dem sie zügig wieder hochgefahren werden könne. Zudem werde sie gewartet. 'Wir erhalten damit eine voll funktionsfähige Einheit. Das ist ein wichtiges Argument für die Gespräche mit potenziellen Investoren', sagte Geschäftsführer Gerhard Fischer. Nach Angaben eines Sprechers des Insolvenzverwalters kann der Stand-by-Betrieb monatelang durchgehalten werden.
Der Betriebsratsvorsitzende Dietmar Hengl erklärte, die Mitarbeiter seien bereit, 'für unsere Arbeitsplätze und für die Zukunft der Raffinerie zu kämpfen'. Man sei durch die Insolvenz der Schweizer Konzernmutter 'unverschuldet in diese Situation gekommen', betonte Hengl. 'Die Insolvenz gibt uns jetzt aber auch die Chance, hier wieder etwas Eigenständiges aufzubauen.'
Die deutschen Tochtergesellschaften von Petroplus hatten Ende Januar infolge der Pleite der Schweizer Konzernmutter ebenfalls Insolvenz angemeldet. Sie haben rund 420 Mitarbeiter. Nach eigenen Angaben liefert Petroplus für Bayern rund 30 Prozent des Benzins, 25 Prozent des Diesels und etwa 22 Prozent des Heizöls.
dapd


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