Hamburg (ddp-nrd). An einem Infostand der NPD in Hamburg musste die Polizei am Samstag mehrfach ein Aufeinandertreffen zwischen Rechtsextremisten und Anhängern der linken Szene verhindern. Es gab elf Platzverweise, drei Personen wurden in Gewahrsam genommen, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag mitteilte.

Am Morgen hatten rund zehn NPD-Anhänger im Stadtteil Barmbek begonnen, an einem Infostand Handzettel an Passanten zu verteilen. 60 linke Gegner protestierten zunächst aus einiger Entfernung, bewegten sich dann aber auf den Infostand zu. Die Polizei musste einschreiten, um ein Aufeinandertreffen zu verhindern.

Zwischenzeitlich wuchs die Zahl der NPD-Anhänger auf etwa 25 an. Die Gruppe wurde mit einem Bus nach Wandsbek gebracht, wo sie ihren Stand wieder aufbaute. Dort gab es abermals einen Versuch von etwa 30 linken Gegnern, den Stand zu erreichen, was von der Polizei verhindert wurde. Anschließend erklärten die NPD-Anhänger ihre Veranstaltung für beendet. Ein 20-jähriger NPD-Funktionär wurde kurz darauf von etwa fünf teilweise vermummten Personen in einen Hauseingang gedrängt und mit Reizstoff besprüht.

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